Auch in diesem Jahr führt leider kein Weg daran vorbei, dass einige Spieler das Trikot des ALPLA HC Hard mit erfolgreichem Abschluss der Saison 2020/2021 abstreifen und den Verein verlassen werden. Mit Mario Krevatin wird auch ein Urgestein des Betreuerteams sein Amt nach langjähriger Tätigkeit niederlegen. Im Rahmen der vereinsinternen Meisterfeier, die COVID-19 bedingt im kleinen Rahmen abgehalten wurde, wurden die Spieler und Funktionäre gebührend verabschiedet.

Mario Bjelis
 (44), Chefcoach der Roten Teufel 2020/2021, sowie auch Rückraum-Spieler Marijan Maric (25) waren aufgrund familiärer Verpflichtungen bereits früher abgereist und am Wochenende nicht mehr im Lande. Vor einigen Wochen hätte wohl niemand damit gerechnet, dass sich Mario und Marijan, maßgebliche Verstärkung im Rückraum und in der Deckung, mit einem Meistertitel aus Hard verabschieden und in ihre Heimat zurückkehren.

Auch Spielmacher Marko Krsmancic (31) kehrt nach dieser erfolgreich beendeten Saison gemeinsam mit seiner Frau und seinen drei Kindern zurück in seine Heimat nach Serbien. Marko war nicht das erste Mal beim ALPLA HC Hard im Einsatz. Bereits in der Zeit von 2011 bis 2015 lenkte der 1,88m große Rückraummitte-Spieler die Spielzüge des Angriffs beim ALPLA HC Hard und holte in dieser Zeit gleich vier Meistertitel an den Bodensee. Es freut den Verein ungemein, dass Marko Krsmancic ein zweites Mal für die Roten Teufel am Bodensee begeistert werden konnte, die Mannschaft in dieser Saison bereichert und es am Ende mit einem weiteren Titel geklappt hat.

Nejc Zmavc (30) wird den Verein nach drei ereignisreichen Jahren ebenfalls verlassen. Kreisläufer Nejc hat eine unglaubliche Entwicklung in Hard gemacht. Zunächst musste er durch eine Achillessehnenverletzung einen herben Rückschlag hinnehmen, hat sich aber Tag für Tag mit viel Schweiß und harter Arbeit zurückgekämpft. In den letzten Wochen und der Crunchtime dieser finalen Phase der diesjährigen spusu LIGA Meisterschaft war er ein absoluter Garant in der Abwehr der Roten Teufel und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Pokal nach Hard geholt werden konnte.

Linksaußen Thomas Weber (34) wird nach fünf Meistertiteln, zwei österreichischen Cupsiegen und dem viermaligen Gewinn des Supercups seine aktive Profikarriere beenden, handballerisch etwas kürzertreten und sich verstärkt auf seine berufliche Karriere konzentrieren. Weber wird dem Verein jedoch weiterhin als Trainer des zukünftigen Future Teams erhalten bleiben und dort sein Wissen an die Nachwuchsteufel weitergeben, was den Verein außerordentlich freut. „Es ist uns ungemein wichtig, dass wir verdiente Spieler auch nach dessen aktiver Zeit im Verein behalten können. So kann unglaublich viel Know-How und Erfahrung auch in den weiteren Jahren von beiden Parteien in den Club weitergegeben werden“, betont Thomas Huemer.

Nach insgesamt fünfzehn Jahren beim ALPLA HC Hard und sechs erfolgreichen Jahren bei den Roten Teufeln hat sich Konrad Wurst (23) nach mehrfachen Überlegungen und intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen im Verein auch dazu entschlossen, seine aktive Handballkarriere zu beenden. Die Entscheidung fiel nicht gegen das Handballspielen, sondern für die Konzentration auf die Berufsausbildung. Wurst schließt im Sommer 2021 sein Bachelorstudium „Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik“ an der Universität Liechtenstein ab und möchte ab Herbst sein Masterstudium „Business Innovation“ an der Hochschule St. Gallen beginnen. Konrad „Konny“ Wurst durchlief alle Jugendmannschaften im Verein und wurde mit sechzehn Jahren erstmals für das Jugendnationalteam 1998 einberufen. Im darauffolgenden Jahr 2015 erfolgte der Aufstieg in die erste Mannschaft. In den Reihen der Roten Teufel jubelte der 1,98m große Rückraum-Spieler über zwei Meistertitel, den österreichischen Cup sowie zweimal über den österreichischen Supercup. „Das alles waren unvergessliche Momente, die ich gemeinsam mit der Mannschaft erleben durfte. Mein ganz persönlicher besonderer Moment war dann, als ich im damaligen EHF CUP mein erstes internationales Tor gegen Minsk erzielte. Das war schon klasse“, strahlt Konrad Wurst.

Ebenfalls auf eigenen Wunsch verlassen wird den Verein Rückraum-Shooter Boris Zivkovic (29), der den Schritt ins Ausland wagt. Nach insgesamt achtzehn Jahren beim ALPLA HC Hard und zehn erfolgreichen Jahren bei den Roten Teufeln vom Bodensee wechselt der 29-jährige Eigenbauspieler des ALPLA HC Hard nun zum polnischen Topclub KS Azoty Pulawy, der in der polnischen Superliga spielt. Auf der Suche nach spielerisch neuen Herausforderungen geht für Boris Zivkovic damit ein großer Wunsch in Erfüllung. Polen bedeutet für Boris nun seine erste Auslandsstation, nach dem es aufgrund einer schweren Knieverletzung 2016 mit dem Wechsel zum Schweizer Erstligisten BSV Bern nicht geklappt hat. Für den Linkshänder Zivkovic ist damit nach zehn erfolgreichen Saisonen im Dress der Roten Teufel vorerst Schluss.

Mit Tormann-Trainer Mario Krevatin hat ein Urgestein des Betreuerstabs der ersten Mannschaft nach Ablauf der Saison 2020/2021 seinen Rücktritt in dieser Funktion erklärt. Nach insgesamt achtzehn Jahren beim ALPLA HC Hard wird sich Krevatin nun mehr als wohlverdient in die Handballpension verabschieden. Der Verein bedankt sich recht herzlich für sein Engagement, seine jahrelange Verbundenheit zum Verein und seinen unermüdlichen Einsatz und wünscht ihm alles erdenklich Gute.

Thomas Huemer, sportlicher Leiter des ALPLA HC Hard, bedankt sich stellvertretend im Namen des gesamten Vereins recht herzlich bei allen Spielern und Funktionären für ihren großartigen Einsatz, ihren Eifer, den sie an den Tag gelegt haben und dafür, die Mannschaft sehr erfolgreich mitgeprägt zu haben. Der Verein wünscht allen Spielern und Funktionären für ihre berufliche und private Zukunft alles erdenklich Gute!

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