Der so wichtige Auswärtssieg über Estland wurde mit dem 31:27 Donnerstagabend erfolgreich eingefahren. Am heutigen Sonntag, 18:00 Uhr live auf ORF Sport+ und LAOLA1, empfängt man im Raiffeisen Sportpark Graz Bosnien-Herzegowina zum großen Showdown. Gewinnt Österreich, zieht man an Bosnien vorbei auf Platz 2, spielt man Unentschieden, beendet man die Qualifikation zur EHF EURO 2022 auf Rang 3, die Chancen, damit als einer der besten Gruppendritten ein Ticket zur Endrunde in Ungarn und der Slowakei zu lösen, sind damit allerdings schwindend gering. 

Ein wenig werden am Sonntag auch Erinnerungen an 2017 geweckt. Mit einem 34:32-Heimsieg über Bosnien-Herzegowina zum Abschluss der EURO-Quali qualifizierte sich Österreich am 17. Juni 2017 erfolgreich für die EURO 2018. Vier Tore steuerte damals Sebastian Frimmel zu dem Erfolg bei, der auch gleich vorausschickt: „Wir werden alles dafür tun, um diesen Sieg wiederholen zu können.“

Mit einem vollen Erfolg erübrigen sich alle weiteren Rechenspielchen. Österreich wäre mit sechs Punkten Gruppenzweiter und damit für die EHF EURO 2022 qualifiziert. Selbst Bosnien-Herzegowina hätte bei einer Niederlage das EURO-Ticket als einer der vier besten Gruppendritten so gut wie in der Tasche, dank des 27:21-Heimerfolg über Österreich im März.

Bei einem Unentschieden wäre Bosnien-Herzegowina vor Österreich Gruppenzweiter und das Team von Head Coach Ales Pajovic hätte im Rennen um einen Platz als einer der vier besten Gruppendritten einen Punkt am Konto (zur Erklärung: Zur Ermittlung der besten Gruppendritten werden ausschließlich die Ergebnisse gegen die Top 2 herangezogen). Doch dieser könnte am Ende zu wenig sein.

Die Ukraine aus Gruppe 3, Litauen aus Gruppe 4, sowie Polen oder die Niederlande aus Gruppe 5 haben aktuell die Nase vorn, sich als einer der vier besten Gruppendritten zu qualifizieren. Sollte es zu einem Punktegleichstand zwischen mehreren Gruppendritten kommen, entscheidet die Tordifferenz aus den Spielen gegen die jeweiligen Top 2, wer ein Ticket für die EURO 2022 erhält.

Sieg über Estland gibt Selbstvertrauen
Der 31:27-Erfolg über Estland gibt dem Team jedenfalls Selbstvertrauen für die letzte Aufgabe. Speziell die Deckungsleistung war ganz nach dem Geschmack von Teamchef Ales Pajovic: "Der Sieg war wichtig. Wir haben 60 Minuten gekämpft, die Abwehr war stark und wir haben uns Selbstvertrauen geholt. Jetzt geht es gegen Bosnien-Herzegowina um Alles. Der Druck ist da, aber die Jungs sind bereit, sind motiviert und fokussiert. Bringen wir erneut so eine Abwehrleistung wie in der ersten Halbzeit gegen Estland, bin ich für Sonntag zuversichtlich."

Das unterstreicht auch Sebastian Frimmel: "Der Druck ist groß, aber wir können damit umgehen. Bosnien-Herzegowina ist natürlich eine andere Hausnummer als Estland, verfügt über eine routinierte Mannschaft. Aber ich sehe gute Chancen für uns, das Spiel zu gewinnen."

Auch ohne Publikum ortet der künftige Ungarn-Legionär einen gewissen Heimvorteil: "Wir haben in den letzten Jahren häufig in Graz gespielt, fühlen uns hier richtig wohl."

In der ewigen Statistik steht man sich zum zehnten Mal gegenüber. Mit fünf Siegen und zwei Unentschieden führt Österreich diesen Ländervergleich an. Heute will man das halbe Dutzend an Siegen voll machen.

Qualifikation zur EHF EURO 2022

Österreich vs. Bosnien-Herzegowina
So., 02. Mai 2021, 18:00 Uhr, Live auf ORF Sport+ und LAOLA1

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