Österreichs Handball Männer Nationalteam konnte seinem Teamchef Aleš Pajovič zu seinem 42. Geburtstag kein Geschenk machen. Zu Beginn der ersten und zweiten Halbzeit stellte man den großen Bruder vor einige Probleme, kam nach dem 16:22-Pausenrückstand auf 22:24 heran. Fehler im Angriff und erneut starke Torhüterleistungen der Deutschen resultierten am Ende in einer klaren 27:36-Niederlage im Hinspiel der Qualifikation zur EHF EURO 2022. Kommenden Sonntag trifft man in Köln erneut in der EURO-Quali aufeinander, live um 18:10 Uhr auf ORF Sport+.

Kurz vor Spielbeginn musste Deutschland aus seinem 16-Mann Kader noch Moritz Preuß vorgeben, der sich im Training eine Verletzung am Knie zuzog. Wie Österreich mussten auch die Gäste sich erst finden, traten mit einer stark veränderten Mannschaft aufgrund einiger Absagen an.

Ein großes Abtasten gab es nicht, beide Teams legten voll los. Boris Zivkovic, der eine starke Leistung ablieferte und bei dem nahezu jeder Treffer im Tor landete, brachte Österreich in der 6. Minute erstmals mit 3:2 in Front. Wenige Minuten später erhöhte Sebastian Frimmel nach einer Parade von Torhüter Thomas Bauer auf 5:3. Nach dem Ausgleich der Gäste zum 7:7, blieb die Partie noch einige Minuten offen, ehe die Gäste eine Überzahlsituation erfolgreich zum 13:10 ausnutzten. 

Das brachte dem deutschen Team mehr Sicherheit, die ihre Deckung auch auf eine offensive Variante umstellten und bis zur Pause auf 22:16 davonzogen. „16 Tore in der ersten Halbzeit sind sehr gut, da haben wir sogar noch ein paar Treffer vom Siebenmter liegen gelassen, hätten Deutschland da 20 Tore machen können. Mit der Abwehr können wir natürlich nicht zufrieden sein“, lautete das Resümee von Kapitän Gerald Zeiner nach den ersten 30 Minuten, in denen man auch einige Siebenmeter vergab.

Eiskalt erwischte Österreich den großen Bruder direkt nach Seitenwechsel. Thomas Bauer zeichnete sich einige Male aus, durch schnelle Gegenstöße kam man plötzlich auf 22:24 heran. Die starke Aufholjagd wurde jedoch nicht belohnt. Technische Fehler und Fehlwürfe wusste Deutschland zu nutzen. So erspielte sich der Favorit bis zur 46. Minute einen komfortablen 30:24-Vorsprung. Den gab der Weltmeister von 2007 auch nicht mehr aus der Hand und gewinnt das erste von zwei Aufeinandertreffen in der Qualifikation zur EHF EURO 2022 36:27.

Teamchef Aleš Pajovič: „Mit einigen Aktionen und Momenten in der Abwehr bin ich zufrieden. Da konnten wir einige Bälle gewinnen und in der zweiten Welle oder im Gegenstoß zu einfachen Toren kommen. Wir hatten viele Probleme im zwei gegen zwei. Das haben wir in der zweiten Halbzeit besser gemacht und sind so auch auf zwei Tore herangekommen. Deutschland hat seine Klasse gezeigt. Sie haben ausschließlich Topspieler, die jeden Fehler bestraft haben. Und das waren vor allem in den letzten 15 Minuten zu viele. Jeder Spieler hat heute seine Chance bekommen, das Team braucht aber noch Zeit. Jetzt heißt es weiterarbeiten und sich zu verbessern und dafür werden wir die kommenden Tage und Trainingseinheiten nutzen.“

Kapitän Gerald Zeiner: „Unsere Deckungsleistung müssen wir uns anschauen, genau analysieren und besser machen. Positiv ist, dass spezielle die jungen und neuen Spieler wichtige Erfahrungen mitnehmen aus diesem Spiel, speziell in Hinblick auf die WM. Wir dürfen jetzt die Köpfe nicht hängen lassen. In vier Tagen geht´s weiter und dann kommt schon die WM.“

Qualifikation zur EHF EURO 2022

Österreich vs. Deutschland 27:36 (16:22)
Mi., 06. Jänner 2021, 13:45 Uhr, Graz
Werfer Österreich: Sebastian Frimmel (7), Boris Zivkovic (7), Robert Weber (3), Tobias Wagner (3), Daniel Dicker (2), Balthasar Huber (2), Gerald Zeiner (1), Lukas Hutecek (1), Nikola Stevanovic (1)
Werfer Deutschland: Marcel Schiller (11), Johannes Golla (4), Julius Kühn (4), Fabian Böhm (3), Timo Kastening (3), Tobias Reichmann (2), Juri Knorr (2), Sebastian Firnhaber (2), Kai Häfner (2), Philipp Weber (1), David Schmidt (1), Paul Drux (1)

Deutschland vs. Österreich
So., 10. Jänner 2021, 18:10 Uhr, Köln, live auf ORF Sport+

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