Im vierten Heimspiel der Saison muss sich die HSG Remus Bärnbach/Köflach erstmals geschlagen geben. Nach einer starken Anfangsphase drehen die roten Teufel aus Hard die Partie und feiern den dritten Saisonsieg.

Mit einer Stunde Verspätung startet das Freitagsspiel gegen ALPLA HC Hard, dennoch ist die HSG von Beginn an hellwach und legt nach dem 0:1 Rückstand gleich mal einen 3:0 Lauf aufs Parkett.

Die Gäste aus Vorarlberg tun sich in den Anfangsminuten im Angriff extrem schwer und Gästetrainer Mario Bjelis greift bereits in der 7. Spielminute zum ersten Time-Out. Auch Dominik
Schmid der nach seiner Verletzung wieder zurück im Kader von ALPLA HC Hard ist, kann die Weststeirer zunächst nicht vor große Schwierigkeiten stellen. Bei den Hausherren ist es einmal mehr die Achse Hutecek, Djurdjevic, Stojanovic die im Angriff die notwendigen Akzente setzt und einen zwischenzeitlichen drei Tore Vorsprung beschert. In der Verteidigung vertraut Trainer Vujovic auf die gewohnte 6:0 Deckung, die aber Mitte der ersten Hälfte etwas bröckelt und die Gäste bis auf ein Tor herankommen lässt. In Überzahl gelingt den Vorarlbergern dann sogar der Ausgleich. Während man bei der HSG Remus Bärnbach/Köflach weiterhin auf Wiesbauer und Bellina Alexander verzichten muss, ist Neuzugang Cehte wieder mit von der Partie und steht in der 22. Spielminute erstmals am Platz.

In den Schlussminuten der ersten Halbzeit ist es eine sehr zerfahrene Partie mit vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen auf beiden Seiten. Dass es für die Gäste ein Spiel auf Augenhöhe ist, hat man Golub Doknic zu verdanken der sich ein ums andere Mal auszeichnen kann. Vor dem Pausenpfiff nutzen Raschle & Co. erneut eine Überzahlsituation aus und erspielen sich einen zwei Tore Vorsprung – Halbzeitstand: 11:13.

Auf dem falschen Bein erwischen die Vorarlberger die Weststeirer zu Beginn der zweiten Halbzeit. Mit einer konzentrierten Abwehrleistung und schnellen Kontertoren liegen die roten Teufel plötzlich mit 19:14 voran. Die HSG steckt aber keineswegs auf, sondern kämpft sich an die Gäste heran und kann auf 18:20 verkürzen. Wiederum machen die Steirer im Angriff zu viele technische Fehler und machen sich das Leben selbst schwer. Die Harder nützen diese Fehler eiskalt aus und können sich auf 23:20 absetzen. Mit einem bombenstarken Milos Djurdjevic, der auch heute wieder aus allen Lagen trifft, schafft man es erneut bis auf einen Treffer heranzukommen.

In den Schlussminuten merkt man nun beiden Mannschaften eine gewisse Anspannung an und Trainer Vujovic nimmt in der 56. Spielminute beim Spielstand von 24:25 nochmals ein Time-Out, um das Ruder vielleicht doch noch einmal herumreißen zu können. Mit einer Rakete aus dem Rückraum besorgt Djurdjevic den viel umjubelten Ausgleich und postwendend greift ALPLA HC Hard Trainer Bjelis zur grünen Karte. Gleich darauf kann sich der Kroate Ivan Horvat im 1:1 gegen die HSG Abwehr durchsetzen und vollendet zum 26:25. In den Schlusssekunden des Spiels haben die Hausherren durch Deni Gasperov, mit einem direkten Freiwurf, nochmals die Möglichkeit zum Ausgleichstreffer, aber sein Wurf bleibt an der Harder Abwehr hängen – Endstand 25:26 für den ALPLA HC Hard.

Jadranko Stojanovic, HSG Remus Bärnbach/Köflach: „Wir haben gekämpft von der ersten bis zur letzten Spielminute, am Ende hat es nicht ganz gereicht. Leider ist es die erste Heimniederlage, aber schon nächste Woche in Wien wollen wir um die nächsten Punkte kämpfen.“

Konrad Wurst, ALPLA HC Hard: „Am Ende sind wir überglücklich, dass wir hier heute diese zwei Punkte mitnehmen können. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das auch zugunsten der Gastgeber hätte kippen können. Heute hatten wir das bessere Ende für uns und unser Fokus liegt bereits auf den nächsten Spielen, in denen wir natürlich auch punkten wollen.“

HSG Remus Bärnbach/Köflach vs. ALPLA HC Hard 25:26 (11:13)
Fr., 16. Oktober 2020, 18:30 Uhr
Werfer HSG Remus Bärnbach/Köflach: Milos Djurdjevic (13), Jadranko Stojanovic (4), Sebastian Hutecek (3), Jakob Mürzl (2), Klemen Cehte (2), Deni Gasperov (1)
Werfer ALPLA HC Hard: Ivan Horvat (7), Luca Raschle (5), Boris Zivkovic (3), Lukas Schweighofer (3), Paul Schwärzler (2), Marko Krsmancic (2), Thomas Weber (2), Konrad Wurst (1), Nejc Zmavc (1)
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