Vergangene Woche waren die FIVERS-Spieler Eric Damböck und David Brandfellner beim deutschen Online-Portal handball-world.news ein großes Thema. Das gesamte Interview mit den beiden wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Die Fivers WAT Margareten mischen die laufende Saison der österreichischen spusu LIGA ordentlich auf. Als Außenseiter in die Liga gestartet steht das Wiener Team aktuell auf dem ersten Platz der Hauptrunde und hat sich als erste Mannschaft vorzeitig für die Bonusrunde qualifiziert. Ein Grund für die gute Platzierung ist die äußerst starke Flügelzange der Margaretner. Handball-world hat sich mit den beiden Spielern getroffen um sie besser kennen zu lernen.

Der Handballclub  Fivers WAT Margareten hat nach der 15. Runde zwei Flügelspieler unter den Top 25 Torschützen. David Brandfellner ist mit 67 Toren aus 14 Spielen auf Platz Zwölf und Eric Damböck mit 54 Treffern aus 15 Partien derzeit auf Rang 24 zu finden (Stand letzte Woche). Damit sind die Gemeinsamkeiten der beiden Spieler allerdings auch schon alle aufgezählt. Während Brandfellner im Nachwuchs der Fivers das Handballspielen für sich entdeckte, warf Damböck seine ersten Bälle für Union St. Pölten. 

Bei den Niederösterreichern lief der 1999 geborene Linksaußen sogar ein Jahr lang auf der Kreisläufer-Position auf, wurde in dieser Spielzeit als bester Spieler auf seiner Position bei den U15-Staatsmeisterschaften ausgezeichnet. Bei den Margaretnern spielte der 1,81 Meter große Rechtshänder dann ausschließlich auf der linken Außenbahn. Durch seine Leistung in diversen Jugend-Teams empfahl sich der Youngster für das spusu CHALLENGE Team in dessen Kader er ab der Saison 2017/18 stand. Seit dieser Spielzeit wuchs Damböck auch langsam in die erste Mannschaft der Wiener.

Ganz anders sieht es bei Brandfellner aus. Dieser steht nicht nur auf der Torschützenliste der aktuellen Spielzeit über seinem Pendant auf der linken Seite sondern ist auch auf der ewigen Trefferliste klar vorne. Der Rechtsaußen läuft seit 2007/08 für die erste Mannschaft der Fivers auf und hat mit über 750 Treffern klar mehr Punkte erzielt als die 55, welche sein jüngerer Mannschaftskollege bis zum Saisonende 2018/19 erzielt hat. Mit drei Meistertiteln (2011, 2016, 2018), sechs Pokalsiegen (2009, 2012, 2013, 2015-17) und einer Auszeichnung zum „Newcomer des Jahres“ (2011) hat der gebürtige Wiener auch bei den Titeln die Nase vorne. In den letzten Lehrgängen des Nationalteams war Brandfellner außerdem neben Robert Weber für Rechtsaußen nominiert.

Handball-world hat sich mit den beiden Spielern getroffen um über die aktuelle Saison zu sprechen:

Zuerst zur diesjährigen Saison: Gibt es einen Grund warum es, auf den Außenbahnen, gerade dieses Jahr so gut läuft?
Eric Damböck
: Die Saison läuft für mich auf jeden Fall super. Ich bin der Meinung, dass wir dieses Jahr mehr über die Flügel spielen. Der Ball läuft im Angriff einfach sehr gut und ich bekomme viele Würfe und versuche diese dann zu nutzen und bis jetzt dürfte das sehr gut funktionieren.
David Brandfellner: Prinzipiell bin ich natürlich sehr zufrieden mit der bisherigen Saison, wir haben im Sommer den Schwerpunkt aufs Tempospiel gelegt und das kommt uns Außenspielern zu gute. Außerdem glaube ich, dass die jungen Spieler die letztes Jahr Erfahrung in der spusu LIGA sammeln konnten jetzt richtig angekommen sind. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass der Ball gut läuft und das kommt natürlich den Außenspielern entgegen. 

Die letzten Jahre war die Favoritenrolle für Titel oft bei den Fivers, dieses Jahr  wurdet ihr eher als Außenseiter gehandelt. Das Team steht jetzt am ersten Platz der Tabelle, hat sich als erste Mannschaft für die Bonusrunde qualifiziert. Half es dieses Jahr ohne Druck aufspielen zu können?
Eric Damböck: Es hat von Anfang an keiner erwartet, dass wir an der Spitze stehen und damit konnten wir einfach von Spiel zu Spiel jedes Mal befreit aufspielen und ich denke, wenn wir so weitermachen können wir viel erreichen.
David Brandfellner: Es war die erste Saison in der vom Verein nicht der Titel als Ziel genannt wurde, aber das nimmt den Druck nur bedingt von der Mannschaft. Wir wollen als Team natürlich jedes Spiel gewinnen und gerade in den wichtigen Heimspielen ist dann natürlich schon ein gewisser Druck da.

Ihr habt beide im Jugend-Nationalteam gespielt, inwiefern spielt das Nationalteam gerade eine Rolle in eurer Karriere?
David Brandfellner: Ich war bei den letzten Lehrgängen des Nationalteams und habe alles gegeben. Ich glaube jeder Handballspieler würde gerne einmal in seiner Karriere ein Großereignis mitspielen, daher ist es für mich natürlich auch ein riesen Ziel dabei zu sein. Ich brenne natürlich auf dieses Gefühl, wenn man für Österreich spielen darf und in einer vollen Halle einläuft, gerade bei der Heim-Europameisterschaft wäre das eine Wahnsinns Sache. Ich werde weiter mein Bestes geben, am Ende liegt die Entscheidung aber beim Trainer.
Eric Damböck: Das Nationalteam ist natürlich immer ein Traum, zurzeit bin ich aber einfach glücklich wie die Saison läuft und dass ich, in meiner Karriere bisher, von Verletzungen verschont geblieben bin. Wenn die Nationalmannschaft fragt wäre ich natürlich sofort bereit.

Was würdest du, David, jüngeren Spielern raten die noch am Anfang ihrer Karriere stehen?
David Brandfellner: Sehr wichtig ist es, mit genug Selbstbewusstsein an die Sache zu gehen. Natürlich sollte man den nötigen Respekt haben, sich aber auch nicht von der Atmosphäre oder Gegenspielern einschüchtern lassen.

Eric, du hast es gerade geschafft dich in der spusu LIGA zu etablieren. Was würdest du Nachwuchsspielern raten um diesen Schritt ebenfalls zu schaffen?
Eric Damböck: Ich glaube, es ist ganz wichtig sich den Spaß am Spiel zu erhalten. Das gibt einem dann oft die nötige Unbekümmertheit um die Chancen zu nutzen die man vom Trainer bekommt. Viel kann man auch vom Input von Trainern und Mitspielern profitieren, da zahlt sich ein offenes Ohr auf jeden Fall sehr aus.

Und als letzte Frage, was sind eure Ziele für die Zukunft?
David Brandfellner: Mein erstes Ziel ist es jetzt natürlich einmal bei der EURO dabei zu sein. Sollte das gelingen, will ich mich dort möglichst gut präsentieren und zeigen, dass ich auch international gut Handball spielen kann. Ansonsten läuft neben dem Handball auch meine Ausbildung, auch dort muss man Zeit investieren.
Eric Damböck: Ich möchte jetzt erstmals konstant meine Leistung in der ersten Mannschaft der FIVERS bringen und Erfahrung sammeln. Mein Ziel wäre es natürlich irgendwann in Deutschland oder Frankreich zu spielen. Besonders Frankreich fasziniert mich als Land. Ich sprach bis ins fünfte Lebensjahr auch flüssig Französisch, da ich zur Zeit aber niemanden habe mit dem ich auf die Sprache angewiesen bin, fehlt mir ein wenig die Übung. Ich bin aber schon daran wieder ein bisschen zu üben.

© spusu LIGA | spusu CHALLENGE 2018
fbgplus twitter youtubeinstagramrss