Nach der erfolgreichen letzten Woche, mit Siegen über den ALPLA HC Hard und die HSG Remus Bärnbach/Köflach, kommt es am kommenden Samstag in der Ballspielhalle Ferlach zum Schlagerspiel gegen den HC FIVERS WAT Margareten. Die Wiener agieren seit Wochen in Hochform und führen ganz klar in der Tabelle. Aber der SC kelag Ferlach hat bewiesen, dass man heuer jeden Gegner fordern kann.

Die letzten Spiele gegen die FIVERS waren zudem echte Krimis - im Vorjahr zu Hause 31:31 und 32:33, dafür konnte man im März in Wien sensationell mit 33:29 gewinnen. Ähnliches erhofft sich auch Flügelspieler Izudin Mujanovic für Samstag: „Wir spielen zuhause, da wollen wir alles gewinnen. Dafür müssen wir aber unser Bestes geben. Fehler werden von den Wienern sofort bestraft. Sie sind eine seit Jahren eingespielte Truppe. Aber mit Hilfe unseres Publikum haben wir eine echte Chance“.

Trainer Sinisa Markota warnt allerdings vor den routinierten Wienern. Er hat der Mannschaft die Taktik gegen die FIVERS vorgegeben. In der Deckung will er die starke Aufbaureihe und das Kreisspiel der Wiener neutralisieren. Im Angriff heißt es geduldig auf die Chance spielen und diese auch verwerten. Sollte die Mannschaft das umsetzen können, ist ein weiterer Punktgewinn für den SC kelag Ferlach möglich. Für die Ferlacher Handballfans wartet also am Samstag ein echter Leckerbissen. Denn, wer hätte im letzten Spiel der Hinrunde auf ein Duell Dritter gegen Erster getippt?

FIVERS erstmals ohne Ziura
Die FIVERS WAT Margareten müssen am Samstag beim starken SC kelag Ferlach erstmals auf Vytas Ziura verzichten, erwarten schon deshalb eine ganz schwierige Partie gegen die Kärtner.

Schon in der Südstadt war kurz nach dem klaren Sieg im Wiener Derby nicht grenzenlose Freude angesagt. Vytas Ziura musste nach einem 2-Minutenfoul an ihm bereits in der 22. Minute verletzt vom Feld. Nach eingehender Diagnose von Schulterspezialist Dr. Ulrich Lanz wurden die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: vollkommener Abriss der Infraspinatus- und der Supraspinatussehne in der rechten Schulter und damit der Wurfhand der FIVERS-Legende – Operation und lange Pause als Konsequenz. Nach Ferlach geht es damit erstmals ohne das Urgestein, man kann gespannt darauf sein, wie das FIVERS-Team damit umgeht.

Das mit starken Legionären besetzte Team des SC kelag Ferlach konnte bisher mit sehr guten Leistungen überzeugen. Nachdem verletzungsbedingte Ausfälle nun sukzessive der Vergangenheit angehören, kommt die vom Kroaten Sinisa Markota betreute Truppe immer besser in Schwung. Zuletzt konnte auswärts Hard besiegt und daheim ein Arbeitssieg gegen Bärnbach/Köflach errungen werden. Der Lohn dafür spiegelt sich in der Tabelle wieder: Ferlach überrascht nach acht von achtzehn Runden mit Tabellenplatz drei, drei Punkte hinter den FIVERS, nur einen hinter Hard. Die Kärntner agieren als starkes Kollektiv, bei dem mehrere Spieler für Treffer gut sind. In Ferlach konnte heuer bisher nur Titelverteidiger ERBER UHK Krems beide Punkte holen. Auswärtspunkte in Kärnten können in dieser Saison nicht hoch genug eingestuft werden, sind auch das erklärte Ziel der FIVERS.

Auch ohne Vytas Ziura werden die FIVERS in der Büchsenmacherstadt natürlich alles dafür geben, dass man im neunten Spiel der Hauptrunde der spusu LIGA erfolgreich ist. Dafür wird es eine leidenschaftliche Leistung gegen die heimstarken Kärntner brauchen, hohe Effizienz beim Abschluss und solide Deckungsarbeit inklusive. Das sind alles Spielelemente, die zuletzt bei der SG INSIGNIS Handball WESTWIEN über weite Phasen vorhanden waren, auch wenn im Derby viele Chancen liegen gelassen wurden. Im „Spiel eins nach Ziuras Verletzung“ wird es aber noch um etwas anderes gehen: Wer übernimmt die Rolle des Führungsspielers für enge Situationen, wer sorgt für Stabilität und Ruhe, wenn das angebracht ist? Auch hier kann das Derbyspiel als Anhaltspunkt für das Erfolgsrezept gegen Ferlach und die noch vielen kommenden Begegnungen in der spusu LIGA verwendet werden. Die FIVERS agierten als Team ganz stark, sorgten quer über alle Generationen und Positionen für positive Energie und hatten mit Wolfgang Filzwieser jemanden im Tor, der auch den Unterschied ausmachen kann. Fast zwei Drittel des Spiels ohne ihren „Chef“, ohne Vytas Ziura.

Peter Eckl, FIVERS-Trainer: „Natürlich sind wir über die schwere Verletzung von Vytas Ziura geschockt. Da herrscht im ganzen Kader Betroffenheit. Aber auch das Bewusstsein, dass wir gemeinsam mit der neuen Situation umgehen können und alles dafür geben, um unsere bisher erfolgreiche Saison fortzusetzen. Wir brauchen für unser Spiel neben Spieldisziplin in erster Linie Leidenschaft und da können so schlimme Verletzungen wie bei Vytas auch dafür sorgen, dass jeder noch einen Schritt weiter nach vorne geht. Und genau diese Schritte nach vorne wollen wir als Team auch jetzt zeigen. Wenn sie so wollen: Auch für Vytas, denn Vytas ist ein wichtiger Teil dieses Teams."

9. Spieltag spusu LIGA Hauptrunde

SC kelag Ferlach vs. HC FIVERS WAT Margareten
Sa., 19. Oktober 2019, 19:00 Uhr
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