Trotz Doppelbelastung der Harder konnte der ERBER UHK Krems die Vorarlberger wieder nicht biegen zuhause. Hard behielt fast über die gesamte Spielzeit die Oberhand, Krems hingegen kam nie richtig in Tritt. Die 19:23-Heimniederlage am Ende die logische Folge.

Nur wenige Tage nach dem Qualimatch zum EHF Cup traten die „Roten Teufel“ aus Hard am Samstag den Weg in die Wachau an, der ihnen aus den Finalduellen der Vorsaison ja sehr gut bekannt ist. Zuletzt gelang den Vorarlbergern der Sieg im spusu LIGA SUPERCUP presented by RED ZAC Novotny, daher waren die Männer des ERBER UHK Krems von Beginn weg hoch motiviert zuhause zu gewinnen.

Die Heimischen präsentierten sich in der Anfangsphase wurfsicher und aufmerksam, konnten die Harder in der Abwehr so auf Distanz halten. Thomas Kandolf stellte mit einem sehenswerten Präzisionswurf in die rechte Torecke auf 3:2 (7. Minute) und riss die Kremser Handballfans voll mit. Die Fehlpässe der Kremser in den Minuten darauf nutzten die Harder beinhart aus und stellten auf 5:4 (14. Minute) und 6:5 (17. Minute). Michal Shejbal bewahrte die ERBER-Truppe nur zwischenzeitlich vor einem größeren Rückstand und parierte einen 7-Meterversuch von Michael Knauth.

Trotz toller Stimmung in der Halle kam die Thaqi-Truppe nicht recht in Tritt, produzierte technische Fehler und wirkte verunsichert. Die Harder hingegen spielten sehr selbstsicher auf und brachten sich durch Konrad Wurst mit 10:6 (24. Minute) und 11:6 (25. Minute) durch Lukas Schweighofer klar voran. Auch das Team-Timeout vom Krems-Coach brachte keinen zählbaren Umschwung im Kremser Spiel. Gut eingestellte Harder hatten es so gegen fehleranfällige Kremser in Hälfte eins leichter als sich das die ERBER-Fans gewünscht hätten. Erst Treffer von Lucijan Fizuleto und Krems-Kapitän Marko Simek knapp vorm Pausenpfiff brachten Krems wieder näher an die Harder heran. Zur Pause lagen die Vorarlberger daher mit 12:8 voran.

So richtig auf Touren kamen nach Seitenwechsel erstmals die Fans und sorgten für eine tolle Handballatmosphäre. Davon getragen parierte Michal Shejbal seinen zweiten Siebenmeter gegen Hard und sorgte für mehr Sicherheit in der Kremser Abwehr. Das 12:13 (37. Minute) besorgte Lucijan Fizuleto so wie Thomas Kandolf das 13:14 (40. Minute). Kaum war Krems wieder im Spiel angekommen, sorgten technische Fehler von Krems und eine Zeitstrafe gegen David Nigg wieder für klare Verhältnisse für Hard mit 16:13 (44. Minute).

Genauso wie die Kremser Fans steckte auch der ERBER UHK Krems rund um Marko Simek trotz Dauer-Rückstand nicht auf. Der UHK-Kapitän sorgte selber dafür, dass Krems an Hard dran blieb mit den Toren zum 15:17 (50. Minute) und 16:17 (51. Minute). Diesen letzten Aufwind im Kremser Spiel zerstörte Ivan Horvat im Alleingang mit seinen Toren für Hard gleich im Gegenzug zum 18:16 (52. Minute), 19:16 (53. Minute) und 20:16 (54. Minute). Ab hier war klar, dass für Krems gegen die stabilen Harder leider keine Revanche für das verlorene Supercup-Finale drinnen war. Ein deutlicher 22:19 Sieg für Hard war am Ende nicht zu verhindern an diesem Tag.

Marko Simek, ERBER UHK Krems: „Auch wenn uns Miko heute einige Male im Spiel gehalten hat mit seinen Paraden und wir nur 23 Gegentore bekommen haben, sind wir nicht in unser Spiel gekommen. Wir sind zuviel in 1gegen1 Aktionen hängengeblieben und sind so nicht dazu gekommen den Ball schnell weiterzuspielen. Daher auch nur 19 Tore heute, das ist natürlich zu wenig gegen Hard.“

Michael Knauth, ALPLA HC Hard: „Wir haben heute ein echtes Kampfspiel hier in Krems gewonnen und konnten den Aufwind vom Europacup ausnutzen. Voller Einsatz von beiden Mannschaft bis zur letzten Minute hat uns bis zum Schluss gefordert. Zeitweise war auch auf beiden Seiten Chaos pur, in dem wir Gott sei Dank die Oberhand behalten haben.“

Klaus Gärtner, Trainer ALPLA HC Hard: „Die Mannschaft hat ein sehr großes Kämpferherz. Nur drei Tage nach der kräfteraubenden Partie in Dänemark und den langen Reisen so eine Leistung aus dem Hut zu zaubern, gebührt Respekt. Wir standen in der Abwehr unheimlich sicher. Golub Doknic hat wieder überragend gehalten. Im Angriff war Ivan Horvat der Dreh- und Angelpunkt.“

8. Spieltag spusu LIGA Hauptrunde

ERBER UHK Krems vs. ALPLA HC Hard 19:23 (9:12)
Di., 15. Oktober 2019, 19:00 Uhr
Werfer ERBER UHK Krems: Marko Simek (6), Thomas Kandolf (4), Gabor Hajdu (3), Lucijan Fizuleto (2), David Nigg (1), Oliver Nikic (1), Fabian Posch (1), Gunnar Prokop (1)
Werfer ALPLA HC Hard: Ivan Horvat (7), Tine Poklar (4), Michael Knauth (3), Boris Zivkovic (3), Luca Raschle (3), Konrad Wurst (2), Lukas Schweighofer (1)
Statistiken

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