Donnerstagabend lud die spusu LIGA zum bereits 6. spusu LIGA Branchentreff. In Wien widmete man sich ganz dem Thema Mobilität. Nach der Keynote von Marcus Fehringer, Founder QMotion Mobility, diskutierten Awi Lifshitz, CEO WeXelerate & Founder QMotion Mobility, Michael Schwaiger, Director Commercial Santander Consumer Bank, Steffen Peschel, GF Fleetmanagement Siemens AG Österreich, Christoph Marek, Vorstand Allianz Versicherung, Andreas Obereder, GF Obereder GmbH, und Bernhard Ditachmair, Präsident HC LINZ AG, gemeinsam mit den Fleetconsultern der spusu LIGA, Kurt Sabatnig, Schmidt Automobile, Andreas Kamper, Autohaus Kamper, und Christian Baier, Autohaus Ebner, offen über die Zukunft der Mobilität. Ein Thema, dem sich auch die 20 Vereine der spusu LIGA und spusu CHALLENGE intensiv widmen.

Eines war von Beginn weg zu spüren – das Thema Mobilität emotionalisiert. Und das auf unterschiedlichen Ebenen – schafft die Politik die richtigen Rahmenbedingungen? Wird die Diskussion in der Öffentlichkeit faktenbasierend geführt? Und was kann jeder einzelne von uns zur Reduktion der Treibhausgasse beitragen? 

Marcus Fehringer zeigte in seiner Keynote auf, wie sich generell Mobilität in den vergangenen 100 Jahren verändert hat. Die Technologie schreitet voran und wir sind in Sachen Treibhausgase alle gefordert, einen Teil zum Klimaschutz beizutragen. Der Automobilbranche fällt hier ein großer Brocken zu. Die Hersteller sind ganz besonders gefordert Lösungen im Interesse der Menschen und der Umwelt zu schaffen. Doch wurde von allen Diskussionsteilnehmern offen angemerkt, dass die Politik in dieser Debatte ganz besonders gefordert ist, dieses wichtige Thema offen, ehrlich und emotionslos mit den Experten aus dem automotiven Bereich zu diskutieren, um klare, zukunftsorientierte Rahmenbedingungen für den Hersteller, den Handel, den Kunden und die Umwelt zu schaffen.

Busse, Fahrgemeinschaften und das Fahrrad
Klimaschutz, CO2-Reduzierung und effektives Wirtschaften, steht auch bei den 20 Vereinen der spusu LIGA und spusu CHALLENGE weit oben auf der Liste. Für ein Ligaspiel sind teilweise Distanzen von über 500 Kilometer pro Richtung zurückzulegen. Einige Sportstätten sind sowohl für die Spieler, als auch für die Fans öffentlich nur schwer erreichbar, trotzdem arbeitet man intensiv daran, durch Fahrgemeinschaften, Kleintransporter und Busse, individuelle Anreisen einzudämmen.

Wo es möglich ist, kommen die Spieler zum Training mit dem Fahrrad oder sogar zu Fuß. Der ATV Auto Pichler Trofaiach hat hier beispielsweise sämtliche Kinder und Jugendliche aufgerufen, mit dem Fahrrad zum Training zu kommen. 

Einer der Partner des ALPLA HC Hard, die Vorarlberger Kraftwerke, sind Teil des Klimaneutralitätsbündnis. In diesem Zusammenhang führt man in regelmäßigen Abständen klimaneutrale Handballmatches durch.

Im Osten organisieren sich nahezu alle Vereine ähnlich. Sowohl Meister ERBER UHK Krems als auch die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN, wie auch die spusu CHALLENGE Vereine aus Wien und Niederösterreich, reisen bei nahegelegenen Auswärtsspiele in Fahrgemeinschaften oder Kleinbussen an. Bei weiteren Auswärtsfahrten im Mannschaftsbus, oder auch mit der Bahn. 

WESTWIEN hat sogar eine Studie erheben lassen, die belegt, dass alleine durch Fahrgemeinschaften zu den Trainings und nahegelegenen Auswärtsfahrten 66.000 Kilometer pro Jahr eingespart werden konnten. Dadurch, so belegt die Studie, konnte man knapp 4.000 Liter Treibstoff einsparen und 8.600 kg CO2. Zudem werden bewusstseinsbildende Maßnahmen gesetzt. 

Die meisten Vereine verfügen über Autopartner, viele auch über Reisepartner. Bei beiden Kooperationen wird stets darauf geachtet, auf Fahrzeuge mit möglichst geringen CO2-Werten zurückzugreifen.

Aus der allgemeinen Umfrage bei den Vereinen stach unter anderem hervor, dass sich die Alternative, mit der Bahn anzureisen, aus Kostengründen und auch logistischen Gründen für viele Vereine unattraktiv darstellt. Die meisten Hallen sind für die Gästeteams mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar. So führen die Vorarlberger Vereine aus, dass im Osten lediglich die Heimhalle der FIVERS gut mit der Bahn erreichbar ist, da diese in der Nähe des Wiener Hauptbahnhofs liegt.

Bei der Anschaffung von Bussen mit geringen CO2-Werten stellt der höhere Anschaffungspreis eine große Hürde dar.

Die Fleetconsulter der spusu LIGA, das Autohaus Schmidt, das Autohaus Kamper und das Autohaus Ebner, arbeiten gemeinsam mit der spusu LIGA daran, beim Thema Mobilität die CO2-Werte nachhaltig zu senken und leistbare sowie umwelteffiziente Fuhrparklösungen anzubieten.

Bernhard Ditachmair, Präsident HC LINZ AG: „Als Verein sind wir mit diesen Themen unterschiedlichst konfrontiert und stets auf der Suche nach guten, aber auch leistbaren Lösungen. Dank unseres Hauptsponsors LINZ AG gelten Tickets zu unseren Heimspielen auch als Fahrschein für die öffentlichen Verkehrsmittel. Bei weiteren Auswärtsfahrten im Nachwuchsbereich organisieren wir Kleinbusse und Fahrgemeinschaften. Bei allen Überlegungen steht auch der Kostenfaktor im Fokus. Hinzu kommt, dass viele Sporthallen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer oder gar nicht erreichbar sind.“

Informationen zum 6. spusu LIGA Branchentreff
Zum insgesamt sechsten spusu LIGA Branchentreff trafen sich am 10. Oktober 2019 im weXelerate Vienna, Praterstraße 1, 1020 Wien, Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Industrie und Sport zum Thema „Die Zukunft der Mobilität“ ein. Die Keynote wurde gehalten von Marcus Fehringer, Co-Fonder & Managing Director QMotion Mobility.

An der Podiumsdiskussion nahmen Awi Lifshitz, CEO weXelerate & Founder QMotion Mobility, Michael Schwaiger, Director Commercial Santander Consumer Bank, Steffen Peschel, GF Fleetmanagement Siemens AG Österreich, Christoph Marek, Vorstand Allianz Versicherung, Andreas Obereder, GF Obereder GmbH, und Bernhard Ditachmair, Präsident HC LINZ AG, teil. 

Präsentiert wurde der Abend von den spusu LIGA Fleetconsultern, Autohaus Schmidt, Autohaus Kamper und Autohaus Ebner, sowie von KÜHNE+NAGEL.

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