Die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN empfängt am Samstag um 20:15 die HC FIVERS WAT Margareten zum Wiener Derby in der Südstadt. Das Spiel wird live auf LAOLA1.tv und ORF Sport+ übertragen, Tickets sind über den spusu LIGA Ticketshop erhältlich.
 
Mit dem Wiener Derby wartet ein echtes Spitzenspiel auf die Zuschauer in der Südstadt. Die zweitplatzierten Westwiener treffen auf den Tabellenführer aus Margareten und wollen ihre beeindruckende Heimserie weiterführen: Seit fast acht Monaten sind die Glorreichen Sieben zu Hause ungeschlagen und konnten alle neun Heimspiele seit dem 17.Februar gewinnen.

Die FIVERS stehen nach sechs Siegen und nur einer Niederlage gegen den ALPLA HC Hard, mit zwölf Punkten an der obersten Stelle der spusu LIGA und somit zwei Zähler vor den Westwienern. Das letzte Derby liegt bereits zehn Monate zurück - die Margaretner setzten sich dabei im Dezember 2018 mit 28:26 in der Südstadt durch, verpassten danach aber die Bonusrunde. 
 
Willi Jelinek: "Endlich mal wieder ein Derby! Eines der coolsten Spiele im Jahr und wir freuen uns alle riesig darauf. Das wird sicher eine richtig intensive Partie und wir sind bereit auf einen harten Kampf. Das Derby ist immer etwas spezielles und die Chancen sehe ich ausgeglichen. Wir wollen auf jeden Fall diese zwei Punkte!"

FIVERS kommen als Tabellenführer
Das hat es so noch nicht gegeben: Das Wiener Derby zwischen der SG INSIGNIS Handball Westwien und den FIVERS WAT Margareten ist dieses Mal nicht nur der ewig beschworene Fight um die Nummer 1 in WIEN. Es geht dabei erstmals um die Tabellenführung der spusu LIGA. 

DERBY UM TABELLENSPITZE. Wer hätte das vor Meisterschaftsbeginn gedacht. Nach sieben Runden lächeln die FIVERS von der Tabellenspitze, zwei Punkte dahinter folgt Westwien (punktegleich mit Krems und Hard). Absurd, aber die Situation ist vollkommen neu: Noch nie ist es im letzten Jahrzehnt im Grunddurchgang der Meisterschaft zwischen den FIVERS und Westwien um die zwischenzeitliche Tabellenführung gegangen. Mit anderen Worten: Zuletzt konnte sich jeweils nur eines der beiden Teams ganz oben in der Tabelle finden, zumeist waren es die FIVERS. Das Face-to-Face um die Spitze scheiterte bislang an der Tatsache, dass „die Wiener“ nie gleichzeitig ganz starke Leistungen zeigten. Zu einem vergleichbaren Showdown kam es „nur“ im Halbfinale 2013/14, aber eben nicht im Grunddurchgang: Da siegten die FIVERS im „Best of 3“ klar mit 2:0. Heuer haben die beiden Wiener Teams bislang zeitgleich Stärke gezeigt, da knallt man schon in der Hauptrunde ganz vorne aufeinander. Sowohl die FIVERS als auch Westwien konnten bislang mit starken Leistungen überzeugen, befinden sich nach sieben von achtzehn Hauptrunden-Begegnungen auf den Plätzen 1 und 2. Die FIVERS mussten bisher eine Niederlage hinnehmen (Hard), Westwien zwei (Krems, Bregenz). Am Samstag trifft dabei das Team mit der bislang stärksten Offensive (FIVERS: 216 erzielte Tore) auf jenes mit der stärksten Defensive (Westwien: nur 163 Gegentreffer).

3 – 2 – 1 = WESTWIEN. Roland Marouscheks Team beherrscht eine unangenehme und im europäischen Männerhandball eher unübliche offensive Deckungsvariante. Die 3-2-1 Deckung zwingt zu technischen Fehlern, unterbricht das Angriffsspiel früh und sorgt so für schnelle Konter. Bezeichnend: Mit Julian Pratschner (41 Tore / 6 vom 7M) und Julian Ranftl (33 Tore / 12 vom 7M) sind zwei Flügel-Spieler die derzeitigen Topscorer der Westwiener. Diese Stärke zeigt sich auch in der Heimbilanz: Zuletzt musste Westwien im Februar 2019 gegen die beiden späteren Finalisten Hard und Krems zwei Heimniederlagen hintereinander hinnehmen, seither ist man saisonübergreifend zuhause seit neun Spielen ungeschlagen. Marouschek hat das Team umgebaut, vertraut auf „seine“ 94er und nachkommende Westwiener ÖHB-Nachwuchsteamspieler. Zusätzlich dazu hat man in dieser Saison einige junge Hoffnungsträger aus der Region geholt. Die beiden starken Isländer Ragnarsson und Kristjansson haben den Verein verlassen, aus dem Island-Trio ist nur mehr Gudmundur Hólmar Helgason übrig geblieben. Mit Sandro Uvodic hat man einen zweiten Legionär im Tor.

TEMPO – TEMPO = FIVERS. Die FIVERS haben ihr System umgestellt, widmen sich heuer wieder verstärkt dem Tempospiel. Peter Eckl arbeitet dabei „legionärsfrei“ mit einer sich stetig verändernden, im Kern aber stabilen Mischung aus routinierten und ganz jungen Spielern, allesamt mit ÖHB-Nachwuchsteamerfahrung. Bis dato konnte man mit Ausnahme des Ausrutschers gegen Hard damit weitgehend erfolgreich agieren: Sechs Siege aus sieben Spielen bringen derzeit die alleinige Tabellenführung, das beste Torverhältnis aller Teams, auch wenn der akribische Teambuilder Eckl mit seinem Betreuerstab noch viel Luft nach oben sieht. Im heuer erstmaligen Aufeinandertreffen mit Westwien wird es vor allem darum gehen, welches der beiden Teams die richtige Mischung aus Emotion, Tempo und Kaltschnäuzigkeit punktgenau abfragen kann. Einer fiebert diesem Spiel ganz besonders entgegen: Markus Kolar feiert am Samstag seinen 35. Geburtstag, will gemeinsam mit seinem Team alles unternehmen, damit der Abend ein guter wird. Kolar, Ziura und Co. wünschen sich dabei natürlich starke Unterstützung durch die Handballcity Margareten: Die wird es brauchen, die Südstadt liegt zwar gerade nicht in Wien, gilt aber oft als Margaretner Handballenklave, die man gerne zuhauf aufsucht.

Peter Eckl, FIVERS-Trainer: „Ganz ehrlich: Dass wir derzeit an der Tabellenspitze stehen, ist uns im Moment egal. Was für uns zählt, ist immer das nächste Spiel. Am Samstag wird es dabei um Kleinigkeiten gehen, um seriösen Handball, der nicht viele Fehler zulässt. Ich erwarte zwei Teams auf Augenhöhe, offenes Visier, Vollgas-Handball. Wir haben die Mittel, um Westwien zu schlagen. Westwien hat die Mittel, um uns zu bremsen. Aber: Wir gehen in dieses Wiener Derby mit allem was uns zur Verfügung steht, wir brauchen wie gegen jeden anderen Gegner der Liga FIVERS-Leidenschaft auf dem Feld und von der Tribüne von der ersten bis zur letzten Sekunde.“

8. Spieltag spusu LIGA Hauptrunde

SG INSIGNIS Handball WESTWIEN vs. HC FIVERS WAT Margareten
Sa., 12. Oktober 2019, 20:15 Uhr
Live auf LAOLA1.tv und ORF Sport+
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