Am Donnerstag empfangen die FIVERS WAT Margareten den nach der Heimniederlage gegen die HSG REMUS Bärnbach/Köflach angeschlagenen Rekordmeister Bregenz Handball. Für die derzeit an der Tabellenspitze stehenden FIVERS eine alles andere als leichte Aufgabe: Die FIVERS rechnen mit extrem ambitionierten Festspielstädtern, die die bisherige Misere hinter sich lassen wollen, ja fast schon müssen.

GEFAHR AUS BREGENZ? Eigentlich hätte die englische Woche für die Vorarlberger der Auftakt zur Aufholjagd in der spusu LIGA sein können. Im Mittwoch-Spiel besiegte man die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN, und das ist ja nicht irgendwer. Am Samstag gab es dann ebenfalls in der Handballarena eine ernüchternde Niederlage gegen die bis dahin sieglose und immer noch ersatzgeschwächte HSG REMUS Bärnbach/Köflach. Bregenz-Chefcoach Markus Burger findet gleich nach dem Spiel klare Worte: „Es war heute eine katastrophale Abwehrleistung, nur ein abgewehrter Ball in der 1. Halbzeit. Ralf Patrick Häusle war dann in der 2. Halbzeit präsent, aber die Einstellung der Mannschaft war einfach nicht zufriedenstellend. Ich habe den Jungs vor dem Match gesagt, dass man keinen Gegner unterschätzen darf, leider ist dies trotzdem passiert. Die Spieler müssen endlich selber merken, dass sie mit vollem Einsatz kämpfen müssen. Wo manche viel tun, tun andere einfach zu wenig.“

FIVERS AUF DER HUT. Peter Eckls Team beurteilt die Ausgangslage vor der Begegnung am Donnerstag nüchtern: Bregenz Handball ist weitaus stärker, als das Ergebnis vom Wochenende und der Tabellenstand vermuten lassen. Ganz im Gegenteil rechnen die FIVERS mit extrem ambitionierten Bregenzern, die wie schon beim Sieg gegen Westwien auch in der Sporthalle Margareten alles dafür geben werden, um den aktuellen Tabellenführer die Punkte weg zu nehmen. Wie Kolar, Ziura und Co aus langjähriger Handballerfahrung nur allzugut wissen, sind vermeintlich angeschlagene Gegner besonders gefährlich. In der Spielvorbereitung orientiert man sich deshalb eher am Bregenz-Spiel gegen Westwien, in dem die Vorarlberger den Wiener Lokalrivalen mit 26:25 niederringen konnten. Josip Juric-Grgic war da mit sieben Treffern der Topscorer, gefolgt vom Linkshänder Vlatko Mitkov mit vier Toren. Und dass der wiedergenesene Lukas Frühstück gemeinsam mit Nico Schnabl ein starkes Mitte-Aufbau-Duo bildet ist ebenso bekannt, wie dass das Goalie-Duo aus Goran Aleksic und Patrick Häusle an starken Tagen den Unterschied ausmachen kann.

Peter Eckl, FIVERS-Trainer: „Bregenz ist brandgefährlich, die werden gegen uns alles versuchen, um wieder in die Spur zu finden. Dafür sorgt schon der für die Bregenzer ungewohnte Tabellenplatz, die Niederlage gegen Bärnbach/Köflach kommt als Extrafaktor noch dazu. Für die Bregenzer ist das Spiel gegen uns so was wie die letzte Chance, sich zu rehabilitieren. Gelingt das nicht, dann ist dort richtig Feuer am Dach. Ich rechne deshalb mit einem rassigen Spiel, bei dem sich jenes Team durchsetzen wird, das mehr Emotion aufs Feld bringt. Wir müssen dabei wie zuletzt unser Tempo durchziehen, in jeder Sekunde alles geben, nie nachlassen. Das ist gegen Bregenz wie gegen alle anderen Teams der Liga der Schlüssel zum Erfolg.“

Nächster schwerer Gegner wartet auf Bregenz Handball
Bregenz Handball startet in die dritte englische Woche hintereinander. Mit fünf Siegen aus sechs Spielen sind die Wiener sehr gut in die Saison gestartet. Nur gegen den Supercupsieger ALPLA HC Hard mussten sie sich knapp geschlagen geben. In heimischer Halle haben sie noch keine Punkte abgegeben. Das soll sich am Donnerstag ändern. Nach dem schlechten Spiel und der damit verbundenen Niederlage gegen die HSG Remus Bärnbach/Köflach möchte das Team von Cheftrainer Markus Burger endlich zeigen, was sie können.

Björn Tyrner, sportlicher Leiter, über die derzeitige Situation: „Wir befinden uns in einer Situation, die wir uns nicht erwartet haben. Das macht es gegen die FIVERS, die im Gegensatz zu uns einen tollen Saisonstart hingelegt haben, nicht einfacher. Und trotzdem lassen wir keine Ausreden zu. Spieler und Trainer haben eine klare Botschaft mit auf den Weg bekommen. Die Körpersprache muss zeigen, dass wir auch in Wien gewinnen wollen. Es gibt keine andere Zielsetzung!“

Eine leichte Aufgabe wird das aber nicht. Die FIVERS sind für ihre Heimstärke bekannt. Ralf Patrick Häusle sieht das ähnlich: „In Wien gegen die FIVERS wird ein schwieriges Auswärtsspiel, sie sind unglaublich heimstark und haben eine gute Mannschaft mit routinierten und jungen Spielern und vor allem einen extrem guten und erfahrenen Spielmacher mit Vytautas Ziura. Trotzdem wollen wir die ersten zwei Auswärtspunkte holen und werden dafür alles geben!“

Verletzungspech lässt Bregenz Handball nicht los
Clemens Gangl wurde am Dienstag erfolgreich am Meniskus operiert und wird der Mannschaft vermutlich noch vier bis sechs Wochen fehlen. Fraglich ist ebenfalls der Einsatz von Ralf Patrick Häusle, der sich am Samstag im Spiel gegen Bärnbach/Köflach am Fuß verletzt hat. Eine MRT Untersuchung am heutigen Mittwoch soll Klarheit schaffen.

7. Spieltag spusu LIGA Hauptrunde

HC FIVERS WAT Margareten vs. Bregenz Handball
Do., 3. Oktober 2019, 20:00 Uhr
spusu LIGA Matchcenter

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