Nach zweiwöchiger Spielpause reisen die FIVERS WAT Margareten am Samstag in die Steiermark. Gegen den zuletzt ambitioniert auftretenden Aufsteiger HSG REMUS Bärnbach/Köflach werden die Margaretner alles in die Waagschale werfen müssen, damit sie die sicher wieder krachend volle Sporthalle Köflach mit zwei Punkten verlassen können.

Für so manche FIVERS-Legenden ist der Weg nach Köflach eine Reise in die Vergangenheit und mit Wehmut behaftet. Mit dabei damals: FIVERS-Altstar Michi Gangel, heute U20- und Co-Trainer der FIVERS. Im Jahr 1999 wurden die FIVERS – als Post Telekom Austria Margareten – schon als sicherer Meister gehandelt. Im letzten Saisonspiel gab es bei Stockerau nur ein Unentschieden, HSG Bärnbach/Köflach wurde Meister „in letzter Sekunde“. Letztlich fehlte genau ein Tor auf den allerersten Meistertitel, der allererste Cuptitel eine Woche später spendete Trost. Die Steirer holten den Titel, im Jahr danach den nächsten.

Diese Reise in die Vergangenheit soll sich am Samstag für die FIVERS nicht wiederholen, die FIVERS sind auf der Hut. Der Aufsteiger aus der spusu CHALLENGE hat sowohl auswärts beim ALPLA HC Hard, als auch im Heimspiel gegen Sparkasse Schwaz Handball Tirol eine ambitionierte Leistung gezeigt. Dazu kommt, dass nach den beiden Auftaktniederlagen die Steirer schon etwas ungeduldig auf die ersten Punkte warten, in der stets gut gefüllten Heimhalle mit Sicherheit eine Macht darstellen. Zuletzt gegen Sparkasse Schwaz haben Kleinigkeiten gefehlt, musste die HSG ab der 44. Minute auf den Kroaten Filip Bonic (bis dahin: 4 Treffer) verzichten. Christian Glaser (Sportlicher Leiter HSG) dazu: „Es war ein glücklicher Sieg für Tirol. Wir haben zu wenig Tore geschossen, um zu gewinnen. Es war eine Top-Leistung unserer Tormänner und der Abwehr. Die kämpferische Leistung war grandios, aber es bedarf anscheinend auch anderer Dinge, um das erste Spiel in der spusu LIGA zu gewinnen.“

In dieser Woche musste Peter Eckl in der Vorbereitung bis Mittwoch auf Tobias Wagner, David Brandfellner und Lukas Hutecek verzichten. Die drei durften beim Kurzlehrgang des Männer Nationalteams bei Ales Pajovic ihre Visitenkarte abgeben. Für die Vorbereitung auf das Spiel am Samstag natürlich alles andere als optimal, aber im Hinblick auf die Heim EURO 2020 eine große Chance für die Drei.

Peter Eckl weiß, wie gefährlich der Aufsteiger ist: „Die HSG hat zweimal gut gespielt und trotzdem verloren. Da schwimmt natürlich schon etwas Wut im Bauch mit, gerade als Aufsteiger will man in der Heimhalle endlich die ersten Punkte einfahren. Wir alle kennen das. Gerade in der Steiermark kann es eine durchaus beeindruckende Stimmung in der Halle geben, da wird es schon mal laut und lustig. Und jetzt kommen wir, die Wiener. Spaß beiseite: Es sind genau diese Spiele, die uns als Team nach vorne bringen. Wir beginnen auch wegen der langen Pause praktisch bei Null, der Kremssieg ist Geschichte. Was am Samstag gegen Bärnbach/Köflach zählt, ist einfach: Einsatz, Einsatz, Einsatz und Vollgas von der ersten Minute bis zur letzten Sekunde. Nur dann werden wir die Chance auf den Sieg haben.“

3. Spieltag spusu LIGA Hauptrunde

HSG Remus Bärnbach/Köflach vs. HC FIVERS WAT Margareten
Sa., 14. September 2019, 19:00 Uhr
spusu LIGA Matchcenter

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