Zweites Saisonspiel, zweiter Sieg für Sparkasse Schwaz Handball Tirol: Die „Adler“ behalten auch in der ersten Auswärtspartie die weiße Weste, setzen sich in der heißen Atmosphäre bei spusu-LIGA-Rückkehrer HSG Remus Bärnbach/Köflach mit 21:23 (12:12) durch.

Es erwartete Sparkasse Schwaz Handball Tirol am Samstagabend in der Bärnbacher Sporthalle genau das, was es schon im Vorfeld zu erwarten gab: Über drei Jahre hatten die HSG-Fans auf ein Heimmatch in der höchsten Spielklasse verzichten müssen, entsprechend frenetisch wurden die Steirer von der eigenen Kulisse getragen. Doch die Gäste hielten vom Anpfiff weg sehr gut dagegen, waren bestens auf ihren Kontrahenten eingestellt. Nach dem Auftaktsieg gegen Bregenz waren die Tiroler Adler mit viel Selbstvertrauen angereist.

Besonders die Deckung imponierte, dahinter agierte ein bärenstarker Jost Perovsek im HT-Gehäuse. Nur die eigene Chancenverwertung war ausbaufähig, auch die Hausherren stellten eine gute Defensive. So wogte das Match hin und her, auf Sparkasse Schwaz Handball Tirol kam wie in der Vorwoche eine Nervenschlacht zu. Das 1:3 verwandelte der Aufsteiger in ein 6:4 (13.), nach dem Ausgleich zum 6:6 legte Bärnbach/Köflach wieder auf 8:6 vor. Aus einem 9:7-Rückstand machte dann jedoch Handball Tirol eine 9:10-Führung. Der überragende Alex Wanitschek, mit zehn Treffern Topscorer, sorgte für das 10:12 (28.).

Es passte zu dieser Begegnung, dass der HSG noch die passende Antwort gelang, ehe es in die Kabinen ging – Stephan Wiesbauer traf Sekunden vor der Sirene zum 12:12, Halbzeit und Durchatmen waren angesagt. Die zweite Hälfte zeichnete ein ähnliches Bild, wobei die Tiroler im Abwehrverbund sogar noch eine Schippe drauflegen konnten. Die Gäste legten rasch auf 13:16 vor, aber die Stimmung trug die Steirer, hielt sie in der Partie. 17:17 hieß es in der 43. Minute, in Minute 49 explodierte die Halle förmlich, als Milos Djurdjevic das 20:19 warf. Doch die Tiroler Nerven flatterten nur ein wenig, in der Schlussphase präsentierte sich die Truppe von Frank Bergemann ganz abgezockt und ließ hinten fast gar nichts mehr zu. Drei Minuten vor dem Ende stand es 20:23, das Match war entschieden.

Frank Bergemann (Trainer Sparkasse Schwaz Handball Tirol): „Der Schlüssel zum Erfolg war unsere Abwehrleistung, das war wirklich ungemein stark, was die Mannschaft heute abgeliefert hat. 21 Gegentore sind ein toller Wert, nur so kannst du hier in dieser Atmosphäre, bei diesem starken Aufsteiger bestehen. Wir haben offensiv nicht ganz so agiert wie noch vor eine Woche, haben uns das Leben selbst etwas schwer gemacht. So ist es lange spannend geblieben. Toll war aber, wie wir gegen Ende kühlen Kopf bewahrt haben und die Partie entscheiden konnten. Der Start ist natürlich gelungen, das ist sehr wichtig – zumal es ja mit zwei weiteren Auswärtsspielen in Wien weitergeht.“

Vunja, Trainer HSG Remus Bärnbach/Köflach:"Wir haben gut gekämpft, richtig gefightet, alles gegeben, aber es hat heute leider nicht gereicht gegen einen starken Gegner zu punkten. Herzliche Gratulation an Schwaz. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, moechte mich auch bei unserem grandiosen Publikum bedanken."

Glaser Christian, sportliche Leitung HSG Remus Bärnbach/Köflach: "Es war ein glücklicher Sieg fuer Tirol. Wir haben zu wenig Tore geschossen, um zu gewinnen. Es war eine Top-Leistung  unserer Tormänner und der Abwehr. Die kaempferische Leistung war grandios. Aber es bedarf anscheinend auch anderer Dinge, um das 1.Spiel in der spusu Liga zu gewinnen."

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