In der Best of three-Halbfinalserie stellt das Heimrecht zum Auftakt und in einem etwaigen Entscheidungsspiel einen klaren Vorteil dar. Das stellten auch der ALPLA HC Hard und der Moser Medical UHK Krems zunächst unter Beweis. Lediglich viermal zog in den vergangenen 14 Jahren jenes Team ins Endspiel ein, das nicht mit dem Heimvorteil in die Serie startete. In der Relegation verhält es sich dazu umgekehrt, drei von fünf Mal schaffte der Tabellenletzte den Klassenerhalt. Mit dem Erfolg des HC LINZ AG über die Union JURI Leoben wird diese Statistik nun auf vier von sechs verbessert. Die zweite Runde im Halbfinale wird in den kommenden Tagen ausgetragen - am Montag empfängt die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN den ALPLA HC Hard, 20:15 Uhr live auf LAOLA1.tv und ORF Sport+, am Dienstag der HC FIVERS WAT Margareten den Moser Medical UHK Krems, 18:15 Uhr live auf LAOLA1.tv und ORF Sport+.

In den vergangenen Jahren erwies sich der Heimvorteil in der Relegation damit eher als Nachteil. Zum sechsten Mal wurde in dieser Saison die Relegation in Form einer Best of three-Serie zwischen dem Vorletzten und Letzten der Qualirunde ausgetragen und zum vierten Mal setzte sich dabei am Ende jenes Team durch, das die Qualirunde auf dem letzten Tabellenplatz beendete.

Der HC LINZ AG war in der Vergangenheit immer wieder in den Kampf um den Klassenerhalt verwickelt, doch seit der Modus-Änderung in der spusu LIGA im Abstiegskampf, blieb den Oberösterreichern dieser erspart. Bis heuer. Linz beendete die Qualirunde auf dem letzten Platz, hatte damit auch noch den Nachteil, lediglich ein Heimspiel auszutragen. Den Auftakt in Leoben verlor man 25:31, Linz lief Gefahr, dass eine 45-jährige Ära zu Ende geht, nachdem 1974 in die höchste Spielklasse aufstieg und dort seither immer verweilte.

Doch die Statistik ließ das Gründungsmitglied der spusu LIGA am Ende nicht im Stich: Erstmals standen sich nach dem neuen Modus 2014 der SC kelag Ferlach und die HSG Remus Bärnbach/Köflach gegenüber. Die Steirer setzten sich auswärts 26:25 durch und fixierten mit dem 35:34 vor Heimpublikum den Klassenerhalt. Im Jahr darauf war Bärnbach/Köflach, der erste Meister der spusu LIGA vor 20 Jahren, erneut in den Abstiegskampf verwickelt. Diesmal allerdings mit Heimvorteil und den wusste man zu nutzen. 

Auch 2016 hatte Bärnbach/Köflach, im rein steirischen Abstiegskampf, gegen den HC Bruck den Heimvorteil auf seiner Seite, verlor die Serie allerdings. 2017 gelang Bruck das gleiche nochmals gegen die Union JURI Leoben. Doch aller guten Dinge waren für Bruck nicht drei. Im neuerlich rein steirischen Duell um den Klassenerhalt gegen die RETCOFF HSG Graz musste man sich 1:2 geschlagen geben. 

Insgesamt setzte sich in fünf Duellen also dreimal der Letzte nach der Qualirunde durch. Der HC LINZ AG besserte diese Statistik nun sogar auf vier von sechs auf. 

Statistik sieht Hard und Krems im Finale

Seit der Saison 2004/2005 wird auf dem Weg zum Meistertitel nach der Hauptrunde und der Bonusrunde ein Halbfinale ausgetragen. In den vergangenen 14 Jahren gelang es lediglich vier Teams sich ohne Heimvorteil ins Finale zu spielen – 2007 setzten sich die FIVERS gegen den ALPLA HC Hard durch, 2011 Bregenz Handball gegen den Moser Medical UHK Krems, 2012 HIT medalp Tirol gegen Krems und 2014 der HC FIVERS WAT Margareten gegen die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN. 

Noch nie standen sich zwei Teams im Finale gegenüber die beide ohne Heimvorteil ins Halbfinale gingen. 

In der ersten Halbfinalrunde legten sowohl der ALPLA HC Hard als auch der Moser Medical UHK Krems nach Plan vor. Hard hatte allerdings alle Mühe gegen WESTWIEN ein Déjà vu aus dem Vorjahr zu verhindern. 2018 gingen die Wiener mit einem Auswärtssieg in Hard in der Best of three Serie mit 1:0 in Führung, verloren die Serie am Ende allerdings 1:2. Erneut war man knapp dran Vorarlberg mit einem Erfolg im Gepäck zu verlassen, doch Hard setzte sich nach Verlängerung 26:25 durch.

Weiterhin souverän agiert der Moser Medical UHK Krems. Auch gegen den amtierenden Meister HC FIVERS WAT Margareten zeigte man keine Spur von Nervosität, hielt sich exakt an den Spielplan und gewann 30:26. 

Montagabend ist nun zunächst die SG INSIGNIS Handball WESTWIEN gefordert, will man die Chance auf den ersten Meistertitel seit Bestehen der spusu LIGA wahren. Dienstagabend wollen die FIVERS die Hollgasse für die Gäste zur „Hölle“ machen. Beide Spiele werden live auf LAOLA1.tv und ORF Sport+ gezeigt!

Stand Halbfinale & Relegation
HF1: Moser Medical UHK Krems vs. HC FIVERS WAT Margareten 1:0
HF2: ALPLA HC Hard vs. SG INSIGNIS Handball WESTWIEN 1:0
Relegation: Union JURI Leoben vs. HC LINZ AG 1:2

2. Runde Halbfinale

HF2: SG INSIGNIS Handball WESTWIEN vs. ALPLA HC Hard
Mo., 13. Mai 2019, 20:15 Uhr
Live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv
spusu LIGA Matchcenter

HF1: HC FIVERS WAT Margareten vs. Moser Medical UHK Krems
Di., 14. Mai 2019, 18:15 Uhr
Live auf ORF Sport+ und LAOLA1.tv
spusu LIGA Matchcenter

Ergebnis 3. Runde Relegation

Union JURI Leoben vs. HC LINZ AG 31:38 n.V. 29:29 (16:16)
Sa., 11. Mai 2019, 19:00 Uhr
© spusu LIGA | spusu CHALLENGE 2018
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