ALPLA HC Hard gewinnt nach Sieben-Tore-Rückstand bei Westwien mit 22:21

Was für eine Partie in der Südstadt. In der ersten Bonusrunde der spusu LIGA gewinnt Vizemeister ALPLA HC Hard bei der SG INSIGNIS Handball WESTWIEN mit 22:21 (7:10). Das Siegestor der Roten Teufel, die bereits mit sieben Toren zurücklagen, erzielte Goalie Golub Doknic in der Schlusssekunde.

Damit ging die Truppe von Cheftrainer Klaus Gärtner im vierten Saisonduell mit den Grün-Weißen zum viertel Mal als Sieger vom Parkett. Die Harder bleiben in der Tabelle als Zweiter mit zwei Punkten Rückstand auf Leader Moser Medical UHK Krems dran.

Die Vorarlberger traten die lange Busreise in den Osten ohne ihren verletzten Kapitän Dominik Schmid. Beide Kontrahenten starteten verhalten in die Bonusrunde. Erst in der fünften Minute gelang Hard-Kreisläufer Nejc Zmavc der erste Treffer im Spiel.

Die Gäste legten vor, Westwien glich aus. Auf beiden Seiten standen die Torhüter Golub Doknic bzw. Florian Kaiper mit je neun gehaltenen Bällen im Mittelpunkt. Nach 15 Minuten führten die Roten Teufel vom Bodensee knapp mit 4:3. Dann riss im Angriff etwas der Faden. Vier Tore in Serie und Westwien war in Minute 21 mit 7:4 vorne. Zur Halbzeit lag der ALPLA HC Hard mit 7:10 zurück.

Nach dem Wiederanpfiff verkürzte Hard zuerst auf 8:10. Mit schnellen Kontern zogen die Wiener in kurzer Zeit bis auf sieben Tore weg. Die Truppe von Cheftrainer Klaus Gärtner lag in der 41. Minute bereits mit 9:16 hinten.

Mit einem 4:0-Lauf kamen Ivan Horvat (8 Tore) und Co acht Minuten vor Schluss auf zwei Tore heran (19:17). Kurz darauf gelang dem 25-jährigen Kroaten der Anschlusstreffer zum 20:19 (55.). Die Partie schon verloren geglaubte Partie war plötzlich wieder offen.

Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven. 56 Sekunden vor der Schlusssirene glich Boris Zivkovic zum viel umjubelten 21:21 aus. Westwien hatte den Ball und 17 Sekunden vor dem Ende nahm Neo-Cheftrainer Roland Marouschek sein letztes Timeout. Der Westwien-Coach setzte alles auf eine Karte und nahm den Torwart heraus.

Manuel Schmid vereitelte ein Zuspiel auf Westwien-Kreisläufer Willi Jelinek. Hard-Goalie Golub Doknic schnappte sich blitzschnell in seinem einen Kreis den Ball und versenkte diesen in der Schlusssekunde im gegnerischen Tor.

„Wir hatten heute das Glück des Tüchtigen. Unsere 5:1-Abwehr hat erst nach dem Sieben-Tore-Rückstand so richtig funktioniert. Ivan Horvat hat die Jungs mächtig angetrieben. Riesenkompliment an die Mannschaft. Sie hat bis zum Umfallen gekämpft,“ freute sich Hard-Cheftrainer Klaus Gärtner über den nicht mehr für möglich gehaltenen Auswärtssieg.

Nach dem Auswärtsspiel in der Südstadt ging es für den ALPLA HC Hard am Freitagabend gleich weiter nach Graz. Dort bereitet sich der Pokalverteidiger auf das Viertelfinalspiel im ÖHB-Cup gegen den Zweitligisten HSG REMUS Bärnbach/Köflach vor. Die Weststeirer gewannen die Hauptrunde in der spusu CHALLENGE. Anpfiff in der Sporthalle Bärnbach am Sonntag ist um 18 Uhr.

SG INSIGNIS Handball WESTWIEN vs. ALPLA HC Hard 21:22 (10:7)
Fr., 1. Februar 2019, 19:00 Uhr
Werfer SG INSIGNIS Handball WESTWIEN: PRATSCHNER J. (5), Ragnarsson Ó. (3),  JELINEK W. (2), Kristjansson V. (2),   SEITZ P. (2), KOFLER E. (2),  FÜHRER M. (1), Helgason G. (1), SCHUSTER P. (1), RANFTL J. (1), KOFLER S. (1)
Werfer ALPLA HC Hard: Horvat I. (8), RASCHLE L. (5), ZIVKOVIC B. (3), SCHMID M. (2), Zmavc N. (1), ZEINER G. (1), Schweighofer L. (1), DOKNIC G. (1)
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