Viel steht am kommenden Samstag auf dem Spiel. Der SC kelag Ferlach empfängt um 19:00 Uhr das Team von Sparkasse Schwaz Handball Tirol. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge ein enorm wichtiges Spiel für die Kärntner. Mit einem Sieg könnten Pomorisac & Co. den Anschluss an das Mittelfeld schaffen.

Gleiches gilt allerdings auch für die Tiroler. Auch sie erlitten zuletzt drei Niederlagen in Folge. Im Lager der Ferlacher ist man vor den Tirolern gewarnt. Sparkasse Schwaz verfügt über eine starke Grundaufstellung und hat wurfgewaltige Spieler im Rückraum. Auch kann der zuletzt gesperrte Alexander Semikov wieder eingesetzt werden. Er trug im Frühjahr ja noch das Dress des SC kelag Ferlach. Bei den Kärntnern ist man jedenfalls voll auf Sieg eingestellt und will endlich wieder punkten.

Dean Pomorisac: „Unser Angriffsspiel funktioniert, aber wir müssen uns endlich wieder in der Deckung fangen. Soviel Tore wie zuletzt dürfen wir nicht bekommen. Es gilt daher den Kampf von der ersten Minute an aufzunehmen.“ 

Die Vorbereitung für dieses wichtige Spiel lief allerdings nicht problemlos. Trainer Ivan Vajdl litt unter Herzproblemen. Für ihn sprang Co Trainer Wolfgang Wischounig in die Presche. Izudin Mujanovic ist angeschlagen und konnte diese Woche nicht trainieren. Ob sein Ersatz Florian Ploner operiert werden muss, entscheidet sich erst in den nächsten Tagen. Auch Adonis Gonzalez ist mit einem schmerzhaften Abszess im Moment nicht einsetzbar.

Nichts desto trotz wird die Mannschaft alles geben um diese wichtigen Punkte zu holen. Schließlich möchte man gemeinsam mit den Fans beim anschließenden Oktoberfest feiern.

Handball Tirol ist in Ferlach gefordert
Seit rund einem Monat wartet Sparkasse Schwaz Handball Tirol auf einen Sieg in der spusu LIGA. Dem furiosen Heimtriumph über WESTWIEN folgten Niederlagen in Krems und Leoben sowie am Dienstag zuhause gegen Bregenz. Dabei waren jeweils die lethargischen ersten Halbzeiten ausschlaggebend dafür, dass trotz Aufholjagden nichts Zählbares herauskam. Mit drei Punkten liegen die Tiroler nach sechs absolvierten Partien auf Rang neun.

„Das haben wir uns natürlich anders vorgestellt, zumal wir gerade gegen Hard und WESTWIEN ja gesehen haben, welche Leistungen wir abrufen können. Vor allem die Niederlagen gegen Linz und Leoben waren sehr unnötig – und zuletzt war es auch eine Kopfsache, je mehr wir nach dem Erfolgserlebnis gesucht haben, desto verkrampfter haben wir agiert. Dabei trainieren wir aber sehr gut – uns muss jetzt endlich wieder der Knopf aufgehen“, erläutert Sebastian Spendier. Für den Kärntner im HT-Trikot ist es in jedem Fall eine besondere Woche, könnte er doch in Kürze sein Debüt im ÖHB-Herrenteam geben: Der 21-jährige Rückraumspieler wurde von Teamchef Patrekur Jóhannesson in den Kader für die Spiele des neuen Bewerbs EHF EURO CUP gegen Norwegen und Schweden einberufen.

„Ich war zwar schon Bestandteil des Future Teams und wurde dort beobachtet, dass es genau jetzt mit der Einberufung geklappt hat, kam aber schon überraschend. Das freut mich natürlich sehr und ich hoffe, zu Einsätzen gegen diese Weltklassenationen zu kommen – aber ein wenig getrübt ist die Freude durch die derzeitige Situation in der spusu LIGA. Wir können einfach viel mehr und das müssen wir zeigen“, so Spendier. Gelegenheit dazu bietet sich Sparkasse Schwaz Handball Tirol am Samstag beim SC kelag Ferlach, der als Tabellennachbar nur einen Zähler mehr vorzuweisen hat.

Nach gutem Saisonstart haben die Kärntner, Ex-Verein von Alexander Semikov, zuletzt auch dreimal in Serie – und dabei mitunter sehr deutlich – verloren. „Die brauchen dringend Punkte, genau wie wir. Das wird ein harter Kampf und wir müssen diesmal ab der ersten Minute voll im Spiel sein, dürfen nicht wieder den Beginn verschlafen. In Ferlach ist es immer schwierig, umso ruhiger müssen wir auftreten. Dann werden wir auch wieder dieses Erfolgserlebnis haben“, betont Spendier.

SC kelag Ferlach vs. Sparkasse Schwaz Handball Tirol
Sa., 13. Oktober 2018, 19:00 Uhr
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