Es soll derzeit einfach nicht sein: Nach einem abermals klaren Pausenrückstand verlor Sparkasse Schwaz Handball Tirol am Dienstag das Heimspiel des 6. spusu-LIGA-Spieltages gegen Bregenz Handball mit 23:26.

Nach zwei Auswärtsniederlagen musste sich Sparkasse Schwaz Handball Tirol zuhause im Westderby gegen Bregenz Handball zum dritten Mal in Serie geschlagen geben. Erneut fanden die Tiroler erst spät ins Spiel und mussten in der zweiten Halbzeit einem deutlichen Rückstand hinterherlaufen. Zwar gelang es, die zweite Hälfte für sich zu entscheiden, doch am Ende gewannen die Vorarlberger ungefährdet mit 26:23 und bugsierten sich auf den zweiten Tabellenrang. Sparkasse Schwaz HT liegt vor der Auswärtspartie am Samstag in Ferlach auf Platz neun.

Die Gastgeber waren in den ersten Minuten in der Offensive gehemmt, kamen nicht wirklich zur Entfaltung. Mehrfach scheiterten sie am Bregenzer Schlussmann Ralf Patrick Häusle oder es unterliefen technische Fehler. So dauerte es über fünf Minuten, bis Isak Rafnsson der erste HT-Treffer der Begegnung glückte. Da aber die Gäste aus dem Ländle zunächst ebenfalls mit Problemen im Angriff zu kämpfen hatten, wirkte sich das nicht dramatisch aus, in der 8. Minute stand es erst 1:3. Und in Minute elf nur mehr 3:4, Balthi Huber verkürzte auf 4:5 (12.). Es folgten jedoch vier Bregenzer Tore ohne Unterbrechung, Marian Klopcic erhöhte auf 9:4 (19.). Handball-Tirol-Coach Frank Bergemann griff zu seinem zweiten Timeout, versuchte nun, sein Team wieder wachzurütteln.

Aber Bregenz agierte weiterhin souverän, zog auf 7:13 davon. Halbzeit eins endete zumindest mit einem schönen Rückraumtor von Armin Hochleitner, mit 8:15 ging es in die Pause. Sparkasse Schwaz HT musste abermals eine Aufholjagd planen und schien nach der Unterbrechung gleich gewillt, diese umzusetzen. Alexander Wanitschek verwertete einen Siebenmeter zum 9:13. Aber der Rekordmeister blieb cool, ließ gar nichts anbrennen – Severin Lampert traf zum 10:18 (36.). Die Tiroler kämpften verbissen, waren im Angriff aber oftmals zu umständlich. Die Abwehr stand in vielen Phasen zwar recht gut, um nochmals ernsthaft heranzukommen, reichte es aber diesmal nicht. Erst in der Schlussphase reduzierte man den Abstand auf drei Tore, abgezockte Bregenzer kamen zu einem verdienten Sieg.

Frank Bergemann, Trainer Sparkasse Schwaz Handball Tirol: „Ausschlaggebend waren auf jeden Fall die Eigenfehler, die wir in der ersten Viertelstunde gemacht haben und die eine Klasse-Mannschaft wie Bregenz konsequent genutzt hat. Es war sehr schwierig für uns, den Anschluss zu halten, dafür war die Fehlerquote einfach zu hoch. Sehr positiv ist, dass wir bis zum Schluss um jedes Tor gekämpft und alles versucht haben und dass uns das Publikum auch durchgehend unterstützt hat. Aber Bregenz war im Endeffekt zu souverän. Wir müssen schauen, dass wir uns sehr schnell auf die nächste Aufgabe fokussieren. In so einer Situation ist es sicher gut, dass das nächste Spiel rasch kommt: So bleibt nur wenig Zeit, sich über zu viele Dinge den Kopf zu zerbrechen, stattdessen gilt es, den Blick nach vorne zu richten.“

Jörg Lützelberger, Trainer Bregenz Handball: „Es war ein wirklich sehr gutes Spiel von uns. Ich bin zufrieden mit der Intensität in der Abwehr, mit dem Zusammenspiel und der Torhüterleistung von Ralf Patrick Häusle. Dazu kam ein wirklich gutes Gegenstoßspiel, deshalb haben wir auch verdient gewonnen. Die Mischung in der Mannschaft stimmt, da steckt sehr viel Arbeit drin. Die Neuzugänge haben sich hervorragend integriert, alle Spieler legen eine positive Entwicklung hin, es herrscht Konkurrenzkampf auf jeder Position. So kann es gerne weitergehen.“

Sparkasse Schwaz Handball Tirol vs. Bregenz Handball 23:26 (8:13)
Di., 09. Oktober 2018, 19:30 Uhr
Werfer Sparkasse Schwaz Handball Tirol: Isak Rafnsson (4), Dario Lochner (4), Alexander Wanitschek (3), Sebastian Spendier (3), Michael Miskovez (2), Sebastian Feichtinger (2), Alexander Pyshkin (1), Clemens Wilfling (1), Armin Hochleitner (1), Aleksandr Semikov (1 ), Balthasar Huber (1)
Werfer Bregenz Handball: Vlatko Mitkov (7), Marian Klopcic (4), Povilas Babarskas (3), Marko Coric (3), Severin Lampert (3), Lukas Frühstück (2), Nico Schnabl (2), Clemens Gangl (1), Alexander Wassel (1)
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