(c) Thomas Hagendorfer
Die spusu LIGA – ein Ziel, das in der zweithöchsten Spieklasse, der spusu CHALLENGE, gleich mehrere Vereine ins Visier genommen haben. Eine erste Vorentscheidung fällt im Herbst im Grunddurchgang mit dem Kampf ums Obere Play-off - und dieser gestaltete sich vergangenes Jahr ausgeglichen wie nie zuvor. Aufgrund des covidbedingten Meisterschaftsabbruch wurde kein Meistertitel vergeben, womit es auch keinen Aufsteiger oder Absteiger gab. Und so heißt es in der Saison 2020/2021 für die ambitionierten Teams der spusu CHALLENGE: Zurück an den Start im Kampf um den Aufstieg in die spusu LIGA!

Allen voran zwei Teams sorgten in der coronabedingt verlängerten „Sommerpause“ für gehörig Schlagzeilen in Österreichs zweithöchster Spielklasse. Den Anfang machte der UHC Hollabrunn mit der Verpflichtung von Vlatko Mitkov von Bregenz Handball. Der 1,96m große Linkshänder bringt viel internationale Erfahrung mit, spielte in Deutschland, viele Jahre in Krems und lief 91 Mal im Nationalteam für Nordmazedonien auf. 

Dann zog Leoben mit der Meldung nach, dass FIVERS-Legende Vytas Ziura bei den Montanstädtern als Spielertrainer engagiert wurde.

Der UHC Hollabrunn hatte mit Torhüter Thomas Spörk, Igor Vuckovic, Andreas Dräger und Oliver Graninger bzw. Ulrich Weitschacher fünf Abgänge zu verzeichnen. Mit Mitkov und den weiteren Neuzugängen Kevin Wieninger von St. Pölten und Luca Urbani vom SC kelag Ferlach sieht man sich für den Aufstiegskampf gerüstet.

Mit Vytas Ziura und Mathias Nikolic hat sich die Sportunion Leoben zwei erfahrene spusu LIGA Spieler geangelt. Für Vytas Ziura ist es die erste Station als Spielertrainer. Bei den Montanstädtern herrscht seither eine gewisse Aufbruchstimmung. Auch die Neuzugänge Bruno Dvanajscak, Marcel Brix, Daniel Bautista und Thomas Spitaler fühlen sich seit Trainingsbeginn pudelwohl und freuen sich gemeinsam mit den Eigenbauspielern aus Leoben und den Routiniers rund um Aistis Pazemeckas und Marek Kovacech, voll anzugreifen.

Im Kampf um den Aufstieg werden insgesamt erneut einige Teams ein Wörtchen mitreden. So entschieden sich beispielsweise der HC Bruck und ATV Trofaiach ihre Kräfte zu bündeln und gehen als BT Füchse Auto Pichler in die neue Spielzeit. In der Vorbereitung präsentierte man sich bereits gut in Form, konnte all seine Vorbereitungsspiele für sich entscheiden.

Zudem gingen die Trofaiacher eine Spielgemeinschaft mit Liganeuling HIB Grossschaedel Stahl Graz ein. Die Grazer verstärkten sich im Sommer punktuell, ob sie ein im Kampf um das Obere Play-off ein Wörtchen mitreden können, werden die kommenden Wochen zeigen.

Junge Talente, die in den vergangenen Jahren flügge wurden, holte man bei roomz JAGS Vöslau zurück: Fabian Schartel bei der HSG Holding Graz sowie Philip Schuster und Daniel Forsthuber bei der SG INSIGNIS Handball WESTWIEN, sammelten spusu LIGA-Erfahrung, sollen damit helfen, das Vereinsziel Aufstieg zu verwirklichen.

Auch mit der Union Sparkasse Korneuburg wird wieder zu rechnen sein. Der Kader der Niederösterreicher bietet für die kommende Saison einige kleine Veränderungen: mit Leonard Schafler begrüßt man einen Rückkehrer vom ERBER UHK Krems. Er wird nun gemeinsam mit Anton Kasagranda eine starke rechte Flügelachse bilden, somit hat man auf der rechten Seite nun mehr Alternativen. Im Gegenzug werden Aufbauspieler Bernhard Pummer und Tormann Johannes Gross in Zukunft berufsbedingt kürzertreten und nur mehr als Backup zur Verfügung stehen.

Bei WAT Atzgersdorf ist man bereit für den nächsten Schritt. Vergangene Saison verpasste man nur hauchdünn die Teilnahme am Oberen Play-off. Der gesamte Kader konnte bis auf Markus Mahr, der zu WESTWIEN wechselte, gehalten werden. Hinzu kommen mit Fabian Hofbauer und Thomas Spörk zwei zusätzliche Verstärkungen, die das Erreichen des Oberen Play-Offs möglich machen sollen.

Beim HC FIVERS WAT Margareten II setzt man in gewohnter Weise auf den eigenen Nachwuchs. Das Ziel ist nicht nur, mit dem Abstieg erneut nicht konfrontiert zu sein, sondern gleichzeitig möchte man junge Spieler entwickeln und an die spusu LIGA heranführen, so wie man es bereits erfolgreich in den letzten Jahren geschafft hat.

Ein großer Umbruch erfolgte im Sommer beim UHC Tulln. Auf der Trainerbank beerbt Zeljko Gasperov den langjährigen Trainer Jörg Sibral und Interims-Coach Günter Grafelmann.  Damit übernimmt ein langjähriger Kenner des Vereins, der alle Tullner Spieler aufwachsen gesehen hat, das Ruder. Die neue Strategie in Tulln ist daher, überwiegend auf einen jungen Tullner Kern zu setzen, verstärkt durch Mannschaftsstützen wie Tormann Mario Vizvary und junge Legionäre. Nicht mehr im Kader stehen Routiniers wie Andras Boszo, Max Wagesreiter und Patrick Nagy, die wie Johann Schmölz, der bereits vor einem Jahr seinen Rücktritt erklärt hat, entscheidend zum Aufstieg in die spusu CHALLENGE 2019 beigetragen haben, ihre Karriere beendeten. An Verstärkungen konnte Tulln Alexander Fritz und Nikola Aljetić sowie die beiden 20-jährigen Nikola Žakula und Emir Đulović verpflichten.

Schon in den vergangenen Spielzeiten hat die Sportunion Die FALKEN Bachner Bau St. Pölten auf ihre eigene Jugend gezählt. Und daran ändert sich auch in der kommenden Saison nichts. Unter dem neuen Trainer Damir Djukic will man den eingeschlagenen Weg fortsetzen und weiterhin Eigenbauspieler in der spusu CHALLENGE etablieren. Mit den Abgängen von Kevin Wieninger, Mathias Nikolic, Lukas Domevscek, Nicolas Stiglitz und Davor Taskovic, verlieren die St. Pöltner wichtige Leistungsträger der Mannschaft. Diese große Lücke soll der erfahrene Sebastian Feichtinger füllen, der als einziger Neuzugang von Sparkasse Schwaz Handball Tirol zu den Falken stößt. Das erklärte Saisonziel: Klassenerhalt

In der Saison 2019/2020 konnten erst am 17. Spieltag im Grunddurchgang die ersten drei Teams das Obere Play-off fixieren. Ähnliches darf man sich für die bevorstehende Spielzeit erwarten. Ein erster großer Showdown zwischen zwei großen Titelanwärtern steht gleich diesen Samstag an mit dem Duell UHC Hollabrunn vs. BT Füchse Auto Pichler.
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