Vergangene Woche wurde der U19 des HC FIVERS WAT Margareten die Ehre zuteil, bei der Premiere der German International Youth Championships (GIYC) dabei zu sein. In Düsseldorf kämpften die Nachwuchsabteilungen der europäischen Spitzenteams um den Premierentitel. Die FIVERS, die es in der Vorrunde mit den Füchsen Berlin, RK Celje und dem THW Kiel zu tun bekamen, belegten am Ende nach Siegen in den Platzierungsspielen über Baekkelagets SK und die Rhein Neckar Löwen Rang 13. Trainerin Sandra Zapletal erzählt im Interview welchen Stellenwert die Teilnahme hat, was sportlich möglich gewesen wäre und spricht über die positiven Erfahrungen, die man aus dem Turnier mitnimmt.

Generelles zum Turnier – welche Bedeutung hat allein schon die Einladung? Was nimmt man Positives mit?
Sandra Zapletal: „Für uns ist es eine große Auszeichnung, dass man bei so einem großen und dicht besetzten Turnier eingeladen wird und es offensichtlich einige Leute gibt, die im Jugendsport unseren Namen kennen. Mehr kann man sich nicht freuen, das ist eine unglaubliche Auszeichnung. Wir haben gesehen, dass wir technisch und taktisch auf diesem hohen Niveau sehr gut mithalten können. Für uns war jede einzelne Partie ein Topspiel. Die Jungs haben gelernt, dass auf diesem Topniveau jeder Fehler beinhart bestraft wird.“

In der Vorrunde die drei Topteams Füchse Berlin, RK Celje und den THW Kiel gefordert, jeweils nur knapp verloren. Macht das stolz, oder wäre mehr drin gewesen?
Sandra Zapletal: „In der Gruppenphase konnten wir gegen die Füchse Berlin und Celje, die am Ende zweiter und dritter wurden, über das gesamte Spiel mithalten. Unterm Strich hat es am Ende aber nicht gereicht. Die Niederlage gegen Kiel ärgert mich. Wir hatten nach der Partie gegen Celje nicht einmal eine Stunde Pause, zudem stand aufgrund der Niederlagen gegen Berlin und Celje bereits fest, dass wir nicht unter die besten acht kommen. Die Mannschaft war im Kopf und körperlich leer. Dieses Spiel hätten wir gewinnen können. Auch gegen die Füchse Berlin wäre mehr drin gewesen, da hatten wir nach Seitenwechsel leider eine schlechte Phase.“

Am Ende ging es um die Plätze 13 – 16 und da feierte man zwei beeindruckende Siege über Baekkelagets SK und die Rhein Neckar Löwen. Ein versöhnlicher Abschluss?
Sandra Zapletal: „Ja auf jeden Fall. Vor allem, weil wir unsere Leistung gesteigert haben. Ich konnte noch nicht so intensiv mit diesem Jahrgang arbeiten, wir haben aber den Vormittag genutzt, um viele Dinge zu besprechen. Man hat dann sofort gesehen, dass das Team was ändern will. Vor allem das Spiel gegen die Rhein Neckar Löwen war richtig stark von uns.“

Einige aus dem Team werden in der kommenden Saison in der spusu CHALLENGE zum Einsatz kommen. Konnte man sich mit dem GIYC den Feinschliff holen?
Sandra Zapletal
: „Das kann man so nicht sagen, da es unterm Strich vier Spieler betrifft. Dieses Turnier hat eigentlich die Vorbereitung für die spusu CHALLENGE-Mannschaft untergraben. Wir haben lange überlegt, ob wir überhaupt zum Turnier fahren, weil es definitiv einen Nachteil für das spusu CHALLENGE-Team darstellt. Im Endeffekt haben wir eher Abstriche gemacht dafür.“

Die Premiere der GIYC war äußerst erfolgreich und von allen Seiten kommt der Wunsch, dass es dieses Turnier nächstes Jahr wieder geben soll. Werden dann die FIVERS erneut dabei sein?
Sandra Zapletal
: „Wenn es eine Fortsetzung gibt und die Anfrage kommt, werden wir wieder dabei sein. Das ist eine unglaubliche Gelegenheit sich mit der Spitze zu messen. Die Organisatoren wollen noch das ein oder andere Team dazu bekommen, wie beispielsweise Barcelona. Es ist durchaus möglich, dass man das Turnier sogar vergrößert.“

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