(c) Thomas Hagendorfer
Ein rassiges Weinviertelderby hält alles was es versprach und sorgt für Spannung bis zum Schlusspfiff. Beide Teams schenken sich nichts und auch die Fans sorgen für eine Bombenstimmung. Am Ende jubeln die Hausherren über einen knappen 33:31 Heimerfolg.

In einer gut gefüllten Weinviertelarena machen beide Fanlager von Beginn an Stimmung und treiben ihre Mannschaft voran. Anton Kasagranda eröffnet das Derby nach knapp 30 Sekunden mit dem ersten Treffer. Hollabrunn verlässt sich auf eine starke 6:0 Abwehr, während die Gäste mit einer offensiven Deckung starten. Die Gastgeber starten gut ins Spiel und liegen bis Mitte der ersten Hälfte mit drei Treffern voran. Korneuburg lässt sich aber nicht abschütteln und kann wieder bis auf ein Tor verkürzen. Nun folgt aber die stärkste Phase der Gastgeber, während die Korneuburger vor allem im Angriff einige technische Fehler machen und sich selbst in Bedrängnis bringen.

Hollabrunn zieht in dieser Folge auf 12:8 davon und holt sich den klaren Vorsprung zurück. Die Gäste stecken aber auch jetzt nicht auf und fighten sich bis auf 14:12 zurück. Kurz vor dem Halbzeitpfiff muss dann einer der besten Wefer der Korneuburger vom Feld. Anton Kasagranda bekommt, eine etwas harte Rote Karte, und muss noch vor der Halbzeitsirene in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff nützen die Gastgeber die Überzahl und ziehen prompt auf 19:13 davon. Wenig später erhöhen sie sogar auf 22:14. Aber auch in dieser Phase, angetrieben von ihren Fans, steckt Korneuburg nicht auf und verkürzt auf 22:17. Mitte der zweiten Hälfte versuchen die Korneuburger mit einer offensiven 4:2 Deckung den großen fünf Tore Rückstand noch aufzuholen, doch dadurch bieten sich für Prokop & Co. immer wieder Lücken in der Gästeabwehr.

Die Partie bleibt weiter rassig, und die Schiedsrichter geizen auch in den letzten 15 Minuten nicht mit 2-Minuten Strafen für Korneuburg. Ohne Anton Kasagranda am Flügel, fehlt den Gästen zusätzlich die Option eines Linkshänders auf der Außenposition, welche Andreas Bachofner übernehmen muss. Mit einer doppelten Manndeckung, gegen Gal und Markovic, versuchen die Korneuburger den Spielfluss der Gäste zu unterbinden. Und das gelingt. Knapp neun Minuten vor dem Schlusspfiff liegen die Hausherren nur noch mit 27:24 voran. Ab diesem Zeitpunkt ist es ein offener Schlagabtausch mit vielen technischen Fehlern und hektischen Abschlüssen auf beiden Seiten.

Auch wenn die Hollabrunner zwischenzeitlich wieder auf vier Tore davonziehen können, Korneuburg hält nicht nur dagegen sondern holt Tor um Tor auf. Knapp 3 Minuten vor dem Ende ist das Derby beim Stand von 31:30 wieder absolut ausgeglichen und die Fangruppen sorgen wieder ordentlich für Stimmung - auf den Sitzen hält es sowieso keinen mehr. Und die Spannung hält weiter an. Burger erzielt zwar das 32:30 aber postwendend stellt Dietrich auf 32:31. Kljajic erlöst mit seinem Treffer zum 33:31 die heimischen Fans kurz vor dem Schlusspfiff. Ein spannendes Niederösterreichderby, bei dem sich beide Teams einen Punkt verdient hätten, am Ende aber die Hausherren beide Punkte in ihrer Halle behalten.

UHC Erste Bank Hollabrunn vs. Union Sparkasse Korneuburg 33:31 (16:12)
Sa., 22. Dezember 2018, 18:30 Uhr
Werfer UHC Erste Bank Hollabrunn: Sebastian Burger (13), Oliver Graninger (4), Alen Markovic (4), Kristof Gal (4), Goran Vuksa (3), Anze Kljajic (3), Patrick Prokop (2)
Werfer Union Sparkasse Korneuburg: Mathias Weinhappl (6), Sebastian Bachofner (6), Bernhard Pummer (5), Anton Kasagranda (4), Christoph Litschauer (3), Patrick Dietrich (2), Andreas Bachofner (2), Michal Fazik (2), Andreas Suritsch (1)
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